Tipps zum Thema:

Deutsches Auswandererhaus in Bremerhaven: Man kann den Weg der Emigranten vom Heimatland bis zum Ziel verfolgen und im Forum nach seinen eigenen ausgewanderten Familienmitgliedern suchen.

ancestry.de: Hier kann man sich (gegen Gebühr) registrieren und hat dann Zugriff auf Datenbanken (Auswandererlisten, Passagierlisten, US-Volkszählungen, Telefonbücher, ...)

Link To Your Roots: Internetseite über das Museum "Auswandererwelt Ballinstadt". Dort werden auch Suchaufträge nach Auswanderern durchgeführt.

Forum Überseeische Auswanderung: Viele, viele Beiträge, eine wahre Fundgrube.

Ellis Island: Infoseite über die Einwanderung in die U.S.A. ab 1892. Man kann dort in einer Datenbank suchen.

Castle Garden: Datenbank mit Einwanderern in die U.S.A. 1820 - 1892. Hier kamen die Immigranten an, bevor es Ellis Island gab.

WorldVitalRecords.com: Hier kann man sich einloggen und nach Auswanderern suchen. Es gibt tatsächlich noch einige Quellen mehr als bei Ancestry.com.

Amerikanetz: Erforschung von Auswanderernamen und -wegen von Westfalen (Deutschland) in die Vereinigten Staaten (vor allem in den Mittleren Westen) seit dem 19. Jahrhundert.

Immigrant Ships Transcribers Guild: Umfangreiche Passagierlisten und viele weitere Informationen

BUER: Today and Yesterday: Eine amerikanische Seite über Buer / Melle und seine Auswanderer.

The Gjenvick-Gjønvik Archives: privates Archiv für historische Dokumente mit dem Schwerpunkt auf Passagierlisten der Auswandererschiffe

Buchtipps:

Deutsche im Schmelztiegel der USA:
Erfahrungen im größten Einwanderungsland der Europäer. Von Willi Paul Adams.

Melle(r) in der Neuen Welt.
Ein Brückenschlag aus dem Osnabrücker Land in die USA und zurück. Von Jürgen Krämer.

Von Heuerleuten und Farmern.
Von Walter D. Kamphoefner, Peter Marschalck und Birgit Nolte-Schuster

Venne in Amerika. Die Geschichte der USA-Auswanderung aus einem niedersächsischen Dorf im 19. Jahrhundert. Von Udo Thörner.

 

Ausgewanderte Lichers

Franklin County, Missouri: Johann Mathias Hustermann und Anna Sophia Licher. Sie sind 1833 nach Washington, MO ausgewandert.

Franklin County, Missouri: Johann Conrad Licher ist im Jahr 1836 nach Missouri ausgewandert.

Im Jahr 1853 wanderte Johann Friedrich Licher nach Franklin County, Missouri aus.

Und schließlich folgte ihnen allen im Jahr 1870 Johann Heinrich Fischer nach Missouri. Sein Vater war David Licher aus Borgloh.

 

Sycamore, Hamilton, Ohio: Im Jahr 1842 wanderte Casper Heinrich Licher hierher aus.

 

Kenton, Kentucky: Johann Mathias Licher wanderte im Jahr 1864 hierher aus.

Über die Auswanderung in die "Neue Welt":

Deutsche Emigranten gehen an Bord eines in die USA fahrenden Dampfers (um 1850)
Deutsche Auswanderer gehen an Bord.

Aus dem Raum Osnabrück sind besonders viele Menschen in die U.S.A. ausgewandert. Zwischen 1830 und 1890 waren es ca. 100.000 Menschen, die vor allem aus den ländlichen Unterschichten stammten.

Die wirtschaftliche Lage bei den Köttern und Heuerlingen war schlecht, und sie waren unzufrieden mit den Heiratsbeschränkungen, dem Gesindezwang und den dadurch entstandenen ständigen Spannungen zwischen ihresgleichen und den Bauern.

Fast alle Osnabrücker Auswanderer gingen über Bremen bzw. Bremerhaven in die "Neue Welt". Ab 1827 fuhren Postpaketschiffe zwischen Bremen und New York, die immer mehr Ausanderer mitnahmen. Die Reedereien warben für diese Schiffsgelegenheiten - in fast jedem Ort gab es einen "Auswandereragenten".

Ankommende Einwanderer auf Ellis Island
Ankommende Einwanderer auf Ellis Island

Die Auswanderer mussten sich einige Tage vor der Abreise bei der Reederei melden und dort Quartier beziehen. Im Jahr 1849 wurde in Bremerhaven das Auswandererhaus für diesen Zweck gebaut. Vorher gab es kaum Übernachtungsmöglichkeiten für die Reisenden, die ja oft schon länger vor der Abreise in der Hafenstadt ankamen. Im Auswandererhaus gab es Schlafsäle mit Kojen ähnlich wie auf den Zwischendecks der Schiffe, eine Kapelle, ein Hospital und einen Seelsorger.

In den ersten Jahren dauerte die Überfahrt mit einem Segelschiff zwei Monate. In New York, Baltimore oder New Orleans angekommen, ging es über den Landweg oder mit einem Flussdampfer weiter nach Ohio, Missouri, Illinois, Kentucky oder Indiana.

Einwanderer kommen auf Ellis Island an
Einwanderer kommen auf Ellis Island an

Selten wanderte eine Person allein aus. Vielmehr kam es zu Kettenwanderungen, so dass ein Auswanderer viele alte Bekannte und Verwandte traf, wenn er an seinem Ziel angekommen war. Wilhelm Brüggemann aus Lotte schrieb nach Hause, dass seine Ankunft war, als wäre der verlorene Sohn zu seinem Vater zurückgekehrt. Er beschrieb, wieviele ehemalige Nachbarn und Freunde er wiedertraf, und wie sie alle das Wiedersehen gefeiert haben. Oft helfen die bereits ansässigen auch den Neuankömmlingen, indem sie sie erst einmal bei sich wohnen lassen oder ihnen Arbeit geben.

Viele Auswanderer kamen in New York an, dort wurden sie an folgenden Stellen in Empfang genommen:
Castle Garden: an der Südspitze Manhattans im Battery Park, vom 1. August 1855 bis zum 18. April 1890.
Barge Office: an der südöstlichen Spitze Manhattans, vom 19. April 1890 bis zum 31. Dezember 1891
Ellis Island: Insel südlich von Manhattan, vom 1. Januar 1892 bis zum 14. Juni 1897