Prüfungsprotokolle

Vordiplom Allgemeine Psychologie II Herr Rübeling

Vordiplom Sozialpsychologie Herr Klinger

Vordiplom Sozialpsychologie Frau Haberstroh

Vordiplom Methodenlehre Herr Suck

Vordiplom Entwicklungspsychologie Frau Keller

Vordiplom Entwicklungspsychologie Herr Chasiotis

Vordiplom Allgemine Psychologie I Herr Wolff

Vordiplom Differentielle Psychologie Herr Kuhl

Vordiplom Differentielle Psychologie Herr Kazén

Vordiplom Differentielle Psychologie Frau Baumann

Vordiplom Sozialpsychologie Herr Bierbrauer

Vordiplom Psychosomatik Herr Wölk


Vordiplom Physiologische Psychologie: Herr Wölk

Spezialthema: Herz-Kreislaufsystem
Ich durfte mir aussuchen, ob ich vortragen wollte oder gefragt werden wollte. Ich wollte gefragt werden. So sollte ich als erstes den Aufbau und die Grundfunktionen erzählen. Frage: "Und wie funktioniert das, daß das Blut durch die Venen läuft?" Darauf habe ich von den Muskeln erzählt, die die Arterien umschließen, aber das war nicht richtig. Er hat mir dann auf die Sprünge geholfen und meinte, es sei gar nicht schlimm, daß ich es nicht wußte.
Über die Barorezeptorenhypothese habe ich ausführlich erzählt, da hatte er keine weiteren Fragen. Darauf hatte ich mich aber auch gründlich vorbereitet.


Nächstes Thema: Emotionstheorien. "Was fällt Ihnen dazu ein?"
Ich: Schachter & Singer. Deren Theorie habe ich erzählt, dann fragte er mich noch nach der James-Lange-Theorie und Cannons Kritikpunkten. Das konnte ich alles.
Dann fragte er, was das evozierte Potential sei. Meine Antworten waren etwas holprig, aber es ging. Er fragte noch nach "P300", aber darüber wußte ich gar nichts.
Über die Hirnwellen haben wir noch gesprochen, da war ich recht fit, und dann fragte er noch, was ich vom psychophysiologischen Messen halte. Ich habe gesagt, daß es ja gar nicht genauer ist als psychologisches Messen usw., und da waren wir schon fertig.

Note: 2
Er meinte noch, ihm hätte gut gefallen, daß ich cool geblieben wäre, wenn ich etwas nicht wußte. Er hat aber auch eine wirklich entspannte Atmosphäre geboten.


Spezialthema: Kardiovaskuläres System
Herr Wölk fragte mich, ob ich anfangen soll oder ob er Fragen stellen sollte.
Ich fing dann ein wenig an zu erzählen, wozu das KV-System dient und welche Kreisläufe es gibt, dann sagte er ich solle einfach kurz mal den Weg eines "Blutstropfens" vom linken Herzen an beschreiben.
Das tat ich auch, dann fragte er wie das Blut der Venen zu Herzen gelangt (Muskelpumpe, Sogwirkung von Atmung und Diastole, mit Hilfe der Arterien) und warum es nicht wieder zurückfließt (Venenklappen).
Dann: welche Variablen sind hier wichtig? Blutdruck, wovon hängt er ab (peripherer Widerstand, Blutvolumen, Herzminutenvolumen) und Herzfrequenz.
Wie mittelt man den Blutdruck (Erklärung der Formel aus dem Velden-Buch).
Dann zeigte er mir eine Grafik und fragte, was mir dazu einfiele (S1-S2-Paradigma, da Herzschlag nach Ankündigungsreiz absackte - Barorezepterhypothese in diesem Sinne kurz angesprochen).
Durchblutung der Gefäße - Verengung oder Vergrößerung bei aversiven Reiz? (Da fiel mir Sokolov mit seiner Orientierungsreaktion ein - Verengung natürlich).

Dann kam der allgemeine Teil, er fragte, ob er mich da was Bestimmtes fragen solle, mir fiel jedoch kein Thema ein und sagte, das wäre mir völlig egal.

Er fragte dann, was man mit der physiologischen Messung erreichen wolle (auf psychische Prozesse schließen) und was für Schwierigkeiten es da gäbe (Transformatikproblem).
Irgendwie kamen wir auch aufs EEG zu sprechen, über evozierte Potentiale und was ist P300?
Er zeigte mir auch noch eine andere Grafik, aber was ich dazu gesagt habe, fällt mir nicht mehr ein.
Dann: Sind diese Messungen genau? Zeigen sie psychische Zustände an? Was ist in diesem Zusammenhang mit dem Lügendetektor? Was sind MRT und PET? (Bildgebende Verfahren).
Und dann war es auch schon vorbei.

Er war superfreundlich und freute sich schon, als ich ihm etwas zu den Grafiken sagen konnte.
In einigen Dingen wie meinem Spezialthema war er gar nicht so super detailversessen (ich hatte noch viel mehr über das Blut und das Herz (Aufbau usw.) gelernt), in einigen anderen Dingen dagegen schon - EDA, EKG, EEG sollte man schon einigermaßen draufhaben.

Vornote: keine
Note. 1


Spezialthema: Neurophysiologische Grundlagen, Mikroebene

Wie ist Information auf der Mikroebene codiert?
(Als Aktionspotenzial, also sozusagen Binär. Intensität -> Frequenz.)
Wie sieht das aus?
(Ladungsverlauf - Depolarisation, Overshoot, Re- und Hyperpolarisation)
Wie entsteht denn das Ruhepotenzial?
(Na/K-Pumpe, Membranporen, Konzentrations-/Ladungsgleichgewicht)
Warum ist die Leitung an myelinisierten Axonen schneller?
(Saltatorische Leitung wegen Ladungsausgleich; er wollte noch was anderes hören: bei nichtmyelinisierten Axonen breitet sich die Ladung ihmzufolge erstmal orthogonal zum Axon aus - wusste ich nicht.)
Was passiert an der Synapse?
(Erregungsübertragung, inhibitorisch/exzitatorisch, Neurotransmitter verändern Ionendurchlässigkeit, abgestufte Potenziale... wollte er so genau gar nicht wissen)
Wie funktionieren Psychopharmaka?
(Imitieren oder blockieren Neurotransmitter)
Antidepressiva?
(SSRIs: Serotoninwiederaufnahme wird gehemmt)

Er stellte dann noch ein paar "Bonusfragen" ("ist nicht schlimm, wenn sie die nicht beantworten können"):
Was hält denn die Vesikel davon ab, sich mit der präsynaptischen Membran zu verbinden? Die sind doch aus dem gleichen Material? (Wusste nur, dass es was mit Ca+-Einstrom zu tun hat. Er erklärt: Vesikel und Membran sind negativ geladen und stossen sich ab. Ca+ neutralisiert diese Abstossung.)
Und was treibt die Vesikel zur Membran, wenn Ca+ die Abstossung aufhebt?
(Osmotischer Druck: Konzentrationsausgleich angestrebt, da Neurotransmitter im Vesikel hochkonzentriert ist)
Und inwiefern kann man sagen, dass auf neuronaler Ebene schon eine Informationsverarbeitung stattfindet?
(Summation postsynaptischer Potenziale, Informationsintegration)

Allgemeiner Teil:
Was denken Sie denn zum Zusammenhang des ganzen mit geistigen Prozessen?
(Leib-Seele-Problem - einfach ein bisschen philosophiert und meine Meinung dargestellt: aus naturwissenschaftlicher Perspektive eher materialischtisch, im Alltag aber doch eher wie Descartes)
Wie sah Descartes das denn?
(Interaktionistischer Dualismus, Zirbeldrüse.)
Was macht das Limbische System?
(Laut Velden: Inhibition instinktiven, affektiven und emotionalen Verhaltens. Er: "Würd ich nicht sagen. Was inhibiert sowas denn eher?" Ich: "Der Cortex? (Richtig; LS bahnt laut Wölk eher) Hab' aber gelesen, dass das LS das macht..." Er: "Echt? Naja, es gibt nichts, was man über das LS nicht irgendwo lesen kann...")
Meinen Sie denn, dass emotionales Verhalten oder komplexe Reizverarbeitung ohne Cortex überhaupt möglich ist, wie manche das behaupten?
(Nein; Emotionstheorien erwähnt; visuelle Felder auch für instinktive Reaktion nötig)
Thema Bildgebende Verfahren: ich geh' mal davon aus, wir wissen beide, worüber wir reden. Was gibts denn da für Probleme?
(Hohe zeitliche & räumliche Auflösung suggeriert Exaktheit - ist aber individualspezifisch, Situationsabhängig, ...)
Was hat denn Luria dazu gesagt?
(... verführt zur isolierten Betrachtung eines Areals, eigentlich aber komplexe Interaktionen interessant)
Und was ist das Ziel Psychophysiologischen Messens?
(Schliessen Physiologische -> Psychologische Zustände, oft schwierig)
Und was noch?
(Stand auf dem Schlauch; "Woran haben wir denn lange geforscht hier? Was haben denn die Laceys gesagt?" - Ah! Barorezeptorhypothese! Also messen, um psychische Wirkungen körperlicher Prozesse aufzuklären; Laceys Fassung dargestellt, und warum sie falsch ist.)
Woher hatten die Laceys ihre Evidenz?
(Dehnung der Halsarterie bei Katzen -> Cortexhemmung)
Und was macht man in so nem Fall?
("In die Tonne damit und ne neue schreiben" - hat ihn gefreut. Revidierte Version erklärt.)
Zeigt mir ein Bild des Synchronisationseffektes: Was sieht man da? Und woran erinnert das?
(Alpha-EEG; Interferenz mit Reizverarbeitung)
Dann noch kurz über Lügendetektortests gesprochen.
(Tatwissens-/Kontrollfragentest)
Probleme, Manipulationsmöglichkeiten?
(Letzterer methodisch und ethisch fragwürdig; man kann sich bei ner Kontrollfrage auf die Zunge beissen und so nen Ausschlag produzieren...)
Und dann wars auch schon vorbei. Ich fands fast schade, weil wir uns gerade so nett unterhielten.

Vornote: keine
Note: 1 ("Man braucht nicht alles zu wissen, um ne 1 zu kriegen.")

Er hat auch selber viel erzählt, wenn ihn ein Thema interessierte (zum Beispiel beim Leib-Seele-Problem) - ich kriegte dann schon Panik, weil das teilweise ziemlich speziell war und ich dachte, es sollte eine Frage werden, aber er wollte das einfach nur erzählen. Also: KEINE PANIK! Es war von der Atmosphäre mehr ein lockeres Gespräch als eine Prüfung.
Er meinte, er wäre immer enttäuscht, wenn Prüflinge ne Frage offensichtlich auswendig beantworten und sofort alles runterleiern, was ihnen einfällt. Er müsste denen dann natürlich ne eins geben, aber ihm sei es viel lieber, wenn man erstmal ne Weile nachdenkt und dann auch Transferleistungen erbringen kann.


Spezialthema: Neurophysiologische Grundlagen, Makroebene
Wie ist das Nervensystem aufgebaut?
Woraus besteht das Stammhirn?
Was ist das limbische System, was tut es?
Wie funktioniert das Gedächtnis?
Was tut das Kleinhirn?
Wie sieht der Befehlsablauf vom Befehl bis zur Bewegung aus?

 

Allgemeiner Teil:
Wie sieht der Blutdruck- und Herzratenverlauf in Intake-Situationen aus? (Gegenläufig)
Inwiefern könnte eine BP-Erhöhung (per Frank-Starling-Mechanismus) bei HR-Verlangsamung adaptiv sein? (Bessere Versorgung des Gehirns)
Was versteht man unter Averaging?
Was kann eine Veränderung einer der Komponenten evozierter Potenziale auslösen? (Ausreisser, Aufmerksamkeit, individuelle Latenzen...)


Spezialthema: Neurophysiologische Grundlagen, Mikroebene
Wie wird ein Aktionspotenzial ausgelöst?
Was geschieht dabei?
Wodurch wird die Weiterleitung am Axon schneller?
Wie entsteht das Ruhemembranpotenzial?
Wie geschieht die Informationsübertragung von Zelle zu Zelle?
Wie kann die Psyche auf Zellebene beeinflusst werden?
Wo liegt der synaptische Spalt?
Wie können Transmitter freigesetzt werden?
Warum werden die Vesikel von der Membran aufgenommen?

Was hat sie sonst noch interessiert? Split-Brain-Patienten.
Er hat wenig Fragen gestellt und mich mehr reden lassen.
Warum merkt man Split-Brain-Patienten im Alltag nichts von ihrer Besonderheit an?

Leib-Seele-Problem: eigene Meinung?
Transformationsproblematik bei der EDA?
Orientierungsreaktion: Habituierung oder Sensitivierung?
Welche Variablen zeigen eine Orientierungsreaktion an?
Wie verändert sich dabei das EEG?
Russische Reflexologie?
Watson: Konditionierung ("Kleiner Albert" und "Kleiner Peter")
In diesem Zusammenhang: auf welche zwei Arten kann eine Konditionierung verlaufen?
Emotionstheorie von Watson?


Spezialthema: Makroebene des Gehirns
Literatur: Teil 1 von "Das Gehirn in Aktion" (Lurija, 1996)

Zunächst durfte ich ein bisschen erzählen - ich hab grob den Aufbau des ZNS anhand einer Abbildung erklärt.
Herr Wölk wollte dann genauer wissen, was das limbische System macht und ob es von irgendwo kontrolliert wird
- instinktive Verhaltensweisen, gesteuert vom Kortex.
Daraufhin sollte ich die drei Funktionseinheiten von Lurija beschreiben und sagen, warum er gerade drei und nicht vier Ebenen vorgeschlagen hat
- ich hab argumentiert, dass seine drei Einheiten (Aktivierung, Aufnahme von Infos, Steuerung) ausreichen, um menschliches Erleben und Verhalten zu beschreiben
- darauf die Frage, was denn eine vierte Einheit sein könnte - Nachdenken über sich selbst.
Was hat mir an Lurija gefallen?
- er geht von komplexen funktionellen Einheiten aus, keine strengen Lokalisationen.
Folgen unsere modernen bildgebenden Verfahren Lurijas Forderung?
- irgendwie schon, Annahme von mehreren bedeutenden Lokalisationen, trotzdem oft Versuch einer strengen Lokalisation mittels dieser Techniken.
Was hat mir noch an Lurija gefallen?
- Alle drei Einheiten arbeiten zusammen, Wechselbeziehung, mein Beispiel war, dass für Wahrnehmung auch Sakkaden benötigt werden
- da wollte Herr Wölk wissen, von wo diese gesteuert werden - Mittelhirn.

Ich durfte mir dann aussuchen, womit ich in den allgemeinen Teil einsteigen möchte, ich wählte Herzkreislauf auf anatomischer Ebene aus.
Ich sollte dann einfach mal am linken Herzen anfangen
- Aorta, Windkesselfunktion, Arterien, Arteriolen, Kapillaren, O2 / CO2 - Austausch, Venolen, Venen, !Taschenklappen und Muskelpumpe (da hatte ich zuerst gedacht, dass die Muskelpumpe der Venen von der Muskulatur in der Venenwand geleistet wird, das war falsch, geschieht über die Willkürmuskulatur), obere und untere Hohlvene, linkes Herz.
Was passiert mit dem venösen Rückfluss, wenn wir bewegungslos sind?
Müßte er nicht aufgrund der fehlenden Muskelpumpe sehr stark nachlassen?
- Wir sind nie ganz bewegungslos.
Wie wird Blutdruck gemessen?
- Methode nach Riva Rocci. Hab ich dann recht genau erklärt.
Artefakte?
- Zu schnelles (systolischer Wert falsch niedrig, diastolischer Wert falsch hoch) oder zu langsames Ablassen (kein Messfehler, aber Schmerzen für die Vp, da kein O2 mehr im Arm ankommt).
Gleichung für Blutdruck?
- Ich wusste nicht, welche Gleichung er meint, hab dann mal gesagt, wovon der Blutdruck abhängig ist - Schlagvolumen, Herzfrequenz, Strömungswiderstand
- und mit welcher mathematischen Operation kann man das nun beschreiben? - multiplikativ, da Herzzeitvolumen = Herzfrequenz x Schlagkraft.

Was wissen Sie zum Biofeedback?
Wissenschaftliche Widerlegung versus individueller Nutzen?
Orientierungsreaktion? Auf welche physiologische Variable wirk sie sich besonders aus? Was geschieht mit der Zeit?

Sehr nette Prüfung, Herr Wölk hat immer weitergeholfen, wenn ich nicht sofort auf die Antwort gekommen bin und hat auch gesagt, wenn er etwas gut fand. Was mich etwas überrascht hatte, war, dass er zum einen häufig Transferfragen gestellt hat und zum anderen die Sachen dann teilweise recht genau wissen wollte, letzteres nicht so sehr im Spezialthema, sondern im Einstieg zum allgemeinen Teil.

Note: Sehr gut


Spezialthema: Schlaf
Ich habe zunächst eine Einleitung gegeben. Dann stellte er mir folgende Fragen:

  • Was halten Sie von den Erklärungsansätzen für Schlaf (Reparatur/Erholung vs. Evolutionsbiologisch)
  • Insomnien (Was ist das, ab wann spricht man davon, Therapie)?
  • Schlafapnoe
  • Analyse von Somnogrammen (gesund vs. krank)
  • Schlafstoffhypothese inkl. 2-Prozess-Modell von Borelby
  • Folgen von Schlafdeprivation

Allgemeiner Teil:
Herr Wölk fragte, mit welchem Thema ich weitermachen wolle, ich gab die Barorezeptor-Hypothese an

  • S1-S2-Paradigma erklärt
  • Baroreflex erklärt
  • Warum gegensätzlicher Verlauf von Blutdruck und Herzfrequenz?
  • Revidierte Barorezeptorhypothese
  • Implikationen für Schlafforschung
  • Alpha-Aktivität und Barorezeptoren
  • Emotionstheorie von Watson
  • Was ist Behaviorismus
  • Leib-Seele-Problematik (Wichtige Vertreter bzw. Annahmen)
  • Wie stehen Sie dazu?
  • Wie funktioniert generell eine physiologische Messung?
  • Welche Parameter können erhoben werden?
  • Welche Probleme gibt es bei der psychophysiologischen Messung? (Tranformationsproblematik)
  • Was sind Artefakte? Wie kann man Artefakte verhindern?
  • Wie kann ich brauchbare Werte erheben? (Mittlungunsprozesse ( Averaging), Aussschluss von möglichen Fehlerquellen)
  • Beispiel EMG an den Halsmuskeln; Wie kann ich verhindern EKG Werte "mitzuerheben"? (Durch gleichzeitige Ableitung des EKG und anschließender Subtraktion)
  • Was bedeutet evoziertes Potential? (Musste ich aufmalen und beschriften (P300))
  • Was bedeutet P300? (Das wußte ich leider nicht so genau.)
  • Wovon ist der Blutdruck abhängig?
  • Wie kann der Blutdruck gemessen werden? Erkläre die Riva Rocci Methode.
  • Welche Fehlerquellen können auftreten?

Wirklich die netteste Prüfung von allen. Herr Wölk gibt einem, im Gegensatz zu anderen Prüfern, auch nach einem "Patzer" (bei mir Watsons E-Theorie) glaubhaft zu verstehen, dass das nicht schlimm ist.
Vornote: Keine
Note: 1


Spezialthema: Makroebene des Gehirns
Literatur: Teil 1 von "Das Gehirn in Aktion" (Lurija, 1996)

Ich konnte am Anfang der Prüfung mein "Spezialthema" ziemlich ausführlich vortragen. (kurze Vorgeschichte Lokalisationismus, Holimus, Interaktionistische Theorie von Luria, 3 Einheiten, Erläuterung der einzelnen Einheiten und ausführlich Aufbau und Funktionsweisen)
Ich hatte im Rahmen der "Ursachen der Aktivierung" (1.Einheit) Absichten, Pläne und Vorhaben genannt Herr Wölk fragte dann, wie ich denn den Plan "ein gutes Vordiplom zu machen" nach Luria umsetzen würde und welche Strukturen daran beteiligt sind.
Dann fragte er mich noch, was mir denn besonders gut an der Theorie von Luria gefallen hätte.

Allgemeiner Teil:
Herr Wölk fragte mich, ob ich denn ein bestimmtes Thema bevorzugen würde. Ich entschied mich für Messtheorien.
Dazu Fragen:

Dann war die Prüfung auch schon vorbei.
Fazit: Herr Wölk ist ein sehr netter Prüfer, der einen auch nicht hängen lässt, wenn man eine Frage mal nicht so richtig zu beantworten wusste. Sehr nette Prüfungsatmosphäre!

Vornote: keine
Note: 1

 


Vordiplom Allgemeine Psychologie II: Herr Rübeling

Spezialthema: Rescorla-Wagner-Modell

Wie sicherlich alle hier erinnere ich mich nicht mehr an alles.
Zunächst erzählte ich Herrn Rübeling etwas über das RW-Modell (Formel, Annahmen) und den Blockierungseffekt.
ier hakte er nach: Was passiert, wenn 2 US in Phase 2 geboten, was, wenn US ganz weg in Phase 2 (kond. Inhibition) usw.

Dann freie Fragen:
Präexpositionseffekte (CS und US!)
Opponent-process-model und dessen Abwandlungen
Definition Gesetz des Effektes (Thordike)
Was ist Verstärker nach Skinner.
Zirkulärschluss erklären!
Wie sah Hull das? Also Bedürfnisbefriedigung- und Triebreduktion.
Shaping
Autoshaping (Aberglaube, Klass. Konditionierung)

Insgesamt gesehen fand ich die Prüfung sehr fair. Herr Rübeling und die Beisitzerin waren superfreundlich und nahmen mir (fast) jegliche Nervosität.
Zu Bedenken ist eben nur, dass er recht penibel ist, was Definitionen und Begriffe angeht - aber okay, wenn man gerne auswendig lernt!

Vornote: 2
Note: 2


Spezialthema: Rescorla-Wagner-Modell

Ich kann mich leider nicht mehr an alle Fragen erinnern, aber die wichtigsten habe ich vielleicht doch behalten.
Als Einstiegsthema hatte ich das Rescorla-Wagner-Modell. Doch ich kam nur bis zum Blockierungseffekt (Kamin), als Herr Rübeling dann anfing spezifische Fragen zu stellen.

Was wäre, wenn es eine dritte Experimentalgruppe gäbe, in der Phase 2 (T+) und in der Testphase T ohne US dargeboten würde. Inwieweit würde sich dann die Blockierungsgruppe von der dritten Gruppe in der CR unterscheiden und wenn ja, warum? Was passiert, wenn in der zweiten Phase der US verdoppelt wird?
Wie nennt man das Phänomen, wenn bei der Darbietung zweier CS ein CS salienter ist? Was passiert dann? (Überschattung)
Grenzen des Modells? (CS-Präexpositionseffekt) Welche Theorien erklären den CS-Präexpositionseffekt? Kann der Ton im Blockierungsexperiment als konditionierter Inhibitor bezeichnet werden? Wie weißt man nach, ob ein CS ein Inhibitor ist? Wie erklärt das Rescorla-Wagner-Modell das?
Was bedeutet Konditionierung zweiter Ordnung und wie unterscheidet es sich von dem "konditionierten Inhibitor" (Ton im Blockierungsexperiment)?

Dann folgten Fragen zur erlernten Hilflosigkeit und der operanten Konditionierung. Frage hier nach Verstärkung und Bestrafung. Welche verschiedenen Komponenten davon gibt es (positiv, negativ) und welche Folgen hat das im Experiment? Erklärung, wenn möglich mit Beispielen. (Hier habe ich etwas auf dem Schlauch gestanden, weil dieses 4 Felderschema, das er wissen wollte, zwar im Seminar mal besprochen wurde, ich das aber leider nicht mehr komplett präsent hatte, weil es schließlich im Mazur (den prüfungsrelevanten Kapiteln) nicht auftaucht.)

Dann sollte ich noch etwas zu den Intervall-Verstärkungsplänen sagen. Welche gibt es? Wie unterscheiden sie sich? Wie entstehen die sogenannten FI-Bögen? Wie kann man Nachverstärkungspausen erklären?

Ich glaube, dann hat man mir mitgeteilt, dass die ½ Stunde schon vorbei ist.
Die Atmosphäre während der Prüfung war ausgesprochen gut, was sich auf jeden Fall positiv auf meine Nervosität ausgewirkt hat.
Herr Rübeling war während der gesamten Prüfung ausgesprochen nett und hat oft bestätigenden genickt, so dass man wenigstens wusste, dass man nicht totalen Müll erzählt.

Vornote: 2
Note: 2


Spezialthema: Kontingenz und Kontiguität bei Pawlowscher Konditionierung

Ich durfte mein Spezialthema vortragen. Hr. Rübeling hat mich erst nach 5 Minuten unterbrochen.
Nach der Unterbrechung hat er mich dann nach dem Fazit gefragt: Kontingenz spielt auf lange Sicht eine Rolle, Kontiguität bei wenigen Konditionierungsdurchgängen.
Überleitung zum Thema Phobien.
Frage nach Versuchen von Öhman usw., wollte er schon ziemlich genau wissen
Welche experimentellen Belege gibt es für preparedness?
Was ist der Garcia-Effekt?
Überleitung zum Thema Frustration
Wie kann man belegen, dass primäre Frustration andere Wirkung hat als Frustrationserwartung: Versuche zum doppelten Laufgang
Wie entsteht Ausdauer: Gegenkonditionierung (wollte er auch ziemlich genau wissen)

An mehr kann ich mich nicht mehr erinnern. Nur, dass er total nett war und es eine total schöne Stimmung war.
Vornote 1
Note 1


Spezialthema: Kontingenz und Kontiguität bei Pawlowscher Konditionierung (Frieman, 2002)

Über das Spezialthema durfte ich recht lange erzählen, bei der zeitlichen Kontiguität hat er dann gefragt, warum Ratten auch mit langen Interstimulusintervallen noch eine Geschmacksaversion entwickeln können
=> er wollte darauf hinaus, dass sie noch lange einen Nachgeschmack des CS spüren können, so dass das ISI dann gar nicht mehr so lang ist

Danach kam dann die operante Konditionierung dran - Was ist nach Pawlow ein operanter Verstärker? => Pawlow hat das nicht genauer definiert ...
Alles was, zu einer Erhöhung des Verhaltens führt => Bedürfnis- und Triebreduktionstheorie von Hull
Bei der Bedürfnisreduktionstheorie ist ein Gegenargument, dass Saccharin als Verstärker wirkt, aber kein lebensnotwendiges Bedürfnis befriedigt
Rübelings Einwand war, dass Saccharin jedoch ein konditionierter Verstärker ist => der süsse Geschmack ist assoziiert mit der Zufuhr von Nährstoffen
Also doch kein Beleg gegen Bedürfnisreduktionstheorie ?
ABER: Saccharin wirkt bei Diabetikern als Verstärker, obwohl Zucker schädlich für sie ist und nach der Bedürfnisreduktionstheorie eine Aversion auslösen müsste (und damit auch der damit verbundene süsse Geschmack, der ja auch bei Saccharin auftritt)
(... weiss nicht, ob ich die Argumentation ganz richtig verstanden habe!!) Das spricht gegen die Bedürfnisreduktionstheorie

Triebreduktionstheorie: Reduzierung von Stimulation eher positiver oder eher negativer Verstärker?
Wenn er schon so fragt, natürlich letzteres!

FR-Plan
Erklärungen für die Nachverstärkungspause: Ermüdungshypothese, Sättigungshypothese, Verstärkerdistanzhypothese

Vornote 1 Note: 1


Ich hatte gestern Allg. II. Alles hat gut geklappt.
Allerdings hab etwas mein Spezialthema (Frustrationstheorie von Amsel) versaut. Ich habe die erst Montagnachmittag per E-Mail gekriegt und hab sie mir also am Abend angeschaut. Es wäre alles super gut gewesen, wenn er nicht eine blöde Frage gestellt hätte, was mich total durcheinander gebracht hat.
Er fragte: "Was bedeutet rB in Amsels Graphik?", ich hab es erklärt, aber er wollte das aus der Sicht der Konditionierung wissen. Da war ich etwas durcheinandergebracht. Im Endeffekt haben wir es zusammen rausgekriegt, genauer gesagt, er hat mich dazu gebracht, die richtige Antwort zu finden.
Dann war die Frage wegen der Kontingenz und Kontiguität (ich musste es in der Wahrscheinlichkeitsformel erstellen, war kein Problem, da ich es in Wikipedia vorher gefunden habe, fand es auch sehr interessant und leichter, als exzitatorische, inhibitorische Konditionierung zur erklären).
Dann kamen wir zur Inhibitorische Kondititonierung ? expt. mit Licht als Inhibitor.
Dann hat er nach der James/Lange Theorie gefragt, und zwa alles, was dazu gehört, inklusive Canonns Kritik und Magnon. Das war's dann.
Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, bei ihm Prüfung zu haben. Keine Angst, keine Nervosität, nur lockere Atmosphäre, und einfach Spaß.


Spezialthema: Vermeidung und Bestrafung
Ich sollte erst etwas über mein Spezialthema erzählen, aber da ich etwas nervös war, fiel mir kein Anfang ein und so sagte ich, er solle mich fragen.
Er fragte dann, was der Unterschied zwischen negative Verstärkung sei und Bestrafung sei und da malte ich ihm das Vier-Felder-Schema aus dem Mazur auf und erzählte was dazu.
Dann wollte er wissen, ob Belohnung denn das Gegenteil von Bestrafung sei und mir fiel dazu der Versuch ein von Skinner, der ja meinte nein, und es aber dann doch so sei (Steht auch im Mazur).
Dann: Was ist Vermeidung? Vermeidungsparadox? Welche Erklärungen gibt es dazu? (Zweifaktorentheorie/Einfaktortheorie/Kognitive Theorie)
Was ist der Unterschied zwischen Flucht und Vermeidung?
Dann kam er auf die "Erlernte Hilflosigkeit" zu sprechen, ich habe den Versuch von Seligman dargestellt.
Und noch einen anderen Versuch Seligmans - steht nicht im Mazur - der erst dachte, dass das Unvermögen der Hunde, über die Barierre zu springen sei eventuell Folge der Elektroschocks und daher einen Versuch mit Hunden in einem Jochverband durchführte.
Unkontrollierbarkeit, was ist das? Es gab dazu noch mehr Fragen, aber die fallen mir nicht mehr ein.
Dann Wechsel zum Autoshaping: Was ist das? Welche Erklärungen gibt es dafür? (Autoshaping als klassische Konditionierung, aber Einschränkung durch Wassermans Versuch mit den Küken (Verhaltenssysteme) - alles im Mazur).
Gibt es Autoshaping auch beim Menschen? Aberglaube streiften wir auch kurz.
Dann wollte er noch was zu den Emotionstheorien wissen: welcher Ansicht war James, welche Einwände hatte Cannon?
Die ersten fünf Minuten waren die längsten, da ich genau gegenüber einer Uhr saß, aber danach habe ich gar nicht mehr hingeschaut, und dann ging es doch schneller vorbei als ich dachte.
Herr Rübeling und seine Beisitzerin waren jedenfalls superfreundlich. Man sollte jedoch beachten, dass er es mit Begriffen und Begriffserklärungen schon etwas genauer nimmt! Beispiele zu den einzelnen Begriffen zu wissen ist auch nicht schlecht!

Vornote: keine
Note: 1


Einstiegs- und Wahlpflichtthema: Amsels Frustrationstheorie

Ich hatte keine Ansprache vorbereitet und wollte gleich gefragt werden.

Worauf beruht Frustration denn überhaupt?
(Erwartung einer Belohnung und deren Ausbleiben)
Und wie entsteht so eine Erwartung?
(Erklärt - er hat mich dann mit seinen weiteren Fragen recht linear durch die ersten Seiten seines Skriptes geführt: Aussenreize, klassische Konditionierung, Feedbackreize, Belohnungserwartung...)
Wie kann man überprüfen, ob Primäre und antizipatorische Frustration wirklich unterschiedliche Auswirkungen haben?
(Der Doppelgang-Versuch)

Wie kommt es zu Frustrationstoleranz?
(Intermittierende Verstärkung -> Gegenkonditionierung: Frustrationserwartung verstärkt instrumentelles Verhalten)
Wird das generalisiert?
(Ja - wenn das gelernte Verhalten nicht in Konflikt mit dem geforderten steht: siehe Schieber/Schalter-Versuch)
Ist so eine Toleranz denn überhaupt adaptiv?
(Hm - schon, wenn sie nicht überhand nimmt)
Wie nennt man denn solche Leute?
(Zwanghaft? Er wollte "Rigide" hören)

Sprung zur klassischen Konditionierung - mit meinen Erklärungen zur Erwartungsentstehung und der Gegenkonditionierung waren an diesem Punkt schon 20 Minuten fürs Einstiegsthema draufgegangen.

Wie wirken sich nach Pawlow die Zeitverhältnisse bei der Konditionierung aus?
(Kurze Verzögerung zwischen CS und US gut, je länger desto mieser, Ganz schlecht bei umgekehrter Reihenfolge und gleichzeitiger Darbietung)
Warum ist das denn so bei gleichzeitiger Darbietung?
(Weil der US die Aufmerksamkeit auf sich zieht)
Wovon hängt die Stärke der Konditionierung denn ab, wenn ja offensichtlich nicht nur von der Kontiguität? (Von der Korrelation zwischen CS und US; Ausdruck als bedingte Wahrscheinlichkeiten)
Wann ist die Konditionierung inhibitorisch, wann exzitatorisch?
(Exzitatorisch wenn P(US|CS) > P(US|kein CS), inhibitorisch wenn umgekehrt)
Wie macht man einen Reiz zu einem inhibitorischen CS?
(Inhibitorische Konditionierung erklärt)
Wie kann man dann überprüfen, ob der tatsächlich als Inhibitor wirkt?
(Summations- oder Verzögerungstest)
Noch kurz: was hat Cannon an James' Theorie kritisiert?
(Die fünf Punkte aufgezählt, kurz verhaspelt)
Sind die noch alle aktuell?
(Hmm... erklärt, dass Querschnittsgelähmte sagen, sie empfinden Emotionen sogar intensiver als vorher, bis mir auffiel, dass das ja Cannon eher bestätigt... er meinte dann, dass verschiedene Emotionen durchaus unterschiedliche viszerale Reaktionen produzieren - dagegen argumentiert, dass das trotzdem nicht die feinen Unterschiede der höheren Emotionen erklären würde.)

Gab dann ne 1, "mit einem zugedrückten Auge", wie er meinte, weil ich mich bei der konditionierten Inhibition einmal verhaspelt (aber selbst wieder korrigiert) hatte und bei Cannon ein bisschen gestrauchelt war.

Insgesamt ne nette, lockere Prüfungsatmosphäre.

 

Vordiplom Sozialpsychologie: Herr Klinger

Spezialthema: Foot-in-the-Door-Phänomen

Ich hatte ja zwei Studien, und nachdem ich die theoretische Einleitung und die erste Studie vorgetragen hatte, wurde ich einmal für ein paar Fragen unterbrochen.
Ich hatte erzählt, daß ich der Meinung war, daß nicht der Grund, den die Autoren angaben, sondern gute Stimmung ausgelöst haben könnte, daß die Vpn mehr einwilligten:
Dazu fragte er, wie man das herausfinden könnte (gute Stimmung induzieren und vergleichen oder die Variable "gute Stimmung" ausschalten). Bei der Gelegenheit fielen ihm noch Fragen ein:
"Was ist eine Quasi-Variable ist und was ein Quasi-Experiment?. Und was ist im Gegensatz dazu ein richtiges Experiment?" Wenn alle Leute aus der Population mit der gleichen Wahrscheinlichkeit in meine Stichproben aufgenommen werden.

Dann weiter zu meiner zweiten Studie. Da wurden Vpn berührt und dadurch die Zahl der Einwilligungen erhöht (lt Autor durch Intimität), und ich habe erzählt, daß mir dazu der "personal space" eingefallen ist, da es mir unangenehm wäre, wenn ich von Fremden berührt würde.
Ich habe ihm erzählt, daß ich mir Studien zum personal space angesehen habe, aber keine gefunden habe, die zum Thema paßt.
Er fragte dann nach Kulturunterschieden.
(wahrscheinlich ist da ein Unterschied, wenn man, wie in meiner Studie, die Leute auf dem Campusgelände anfaßt, als wenn man Leute in der Einkaufsstraße anfaßt, und beim personal space gibt es Kulturunterschiede.

Allgemeines Thema:
"Was wissen Sie über Reziprozität? Wie kann man sie sich zu Nutze machen?"
Habe die Regel erklärt und das Door-in-the-Face-Phänomen genannt.
"Ja, Door-in-the-Face auch, aber ein bißchen allgemeiner."
Da habe ich erzählt, daß halt jeder sich irgendwem irgendwie verpflichtet fühlt, z.B. bei Geschenken. Schien zu reichen.

"Was haben Festinger, Schachter und Rieken für eine Feldstudie gemacht?"
Zu den Namen ist mir nichts eingefallen, also bat ich um ein Stichwort: "Weltuntergang"
Habe die Sache mit der Sekte und der kognitiven Dissonanz erzählt. Er fragte, wo denn da die Dissonanz wäre. Und ich habe gesagt, daß die Mitglieder ja dachten, die Welt würde untergehen, was sie ja nicht tat.
Er meinte, ich müßte genauer werden, fragte, warum denn die Mitglieder dem Sektenführer nicht weggelaufen seien, als die Welt nicht unterging und zog mir dann noch die "selbstgewollte Entscheidung" und die "eigene Verantwortung" aus der Nase.
Ach, und dann kam ich in einen Redefluß und erzählte noch was über Groupthink und daß man dazu neigt, Dinge weniger wahrzunehmen, die gegen die eigene Meinung gehen, daß man sich immer konform verhalten möchte, bis er mich unterbrach.

"Was ist denn das Konfigurationsmodell von Kelley?"
Ich hatte Kelleys Attributionsmodelle als einen gesamten Klumpen gelernt und habe von Konsistens, Konsensus usw. erzählt, lag aber offenbar nicht ganz richtig.
Er fragte dann, ob denn mehrfache Beobachtung nötig sei, daraufhin habe ich von mehrfach notwendigen und hinreichenden Möglichkeiten erzählt.
Dazu sollte ich Beispiele geben.
Über Umwege hat er mich dann darauf gebracht, daß es Konfigurationsmodell und Kovariationsmodell gibt.Was brauchen wir denn noch, um diese Rückschlüsse anhand nur einer Beobachtung zu ziehen?" Kognitive Schemata.

"Was ist self-handicapping?" Da ich das die ganze Zeit gemacht hatte, konnte ich es gut und in einem Satz erklären. Das kurze, prägnante gefiel ihm, wie er sagte.

Mein Eindruck ist noch, daß auch in die Note eingeht, ob man es sich mit dem Spezialthema einfach gemacht hat oder nicht. Meins war nicht besonders schwierig, hat er auch noch gesagt.
Er hat sich auch noch gemerkt, wie sicher ich im Thema war, und wie sicher ich es vorgetragen habe, und ob es knapp und prägnant vorgetragen war.

keine Vornote.
Note: 2


Spezialthema: Ein Vergleich von Befolgungstechniken in Bezug auf ihre Wirksamkeit bei Geld- und Organspendenverhalten.
Studien:

  • Brownstein R. J. & Katzev, R. D. (1985). The relative effectivness of three compliance techniques in elicting donations to a cultural organisation. Journal of Applied Social Psychology, Vol 15(6), 1985. pp 564-574.
  • Girandola F. (2002). Sequential requests and organ donation. Journal of Social Psychology, Vol 142(2), 2002. pp 171-178.

Die Fragen zum Spezialthema waren sehr studienspezifisch. Er fand, dass ich über die Ergebnisse etwas "rübergehuscht" bin, deswegen habe ich die Ergebnisse nach dem Vortrag noch mal genauer erörtert.
Außerdem passend waren:

  • kognitive Dissonanz
  • Selbstwahrnehmungstheorie von Bem
  • Konsensus Effekt
  • Reziprozitätsprinzip

Allgemeiner Teil:
Pluralistische Ignoranz, was sind die Kernannahmen?
Wir denken, was andere tun, ist richtig, und Vertrauen in unser eigenes richtiges Handeln ist nicht groß genug.
Falsche Bescheidenheit, was ist das?
Hat was mit self-serving-bias zu tun.
Welches Experiment hat Baumeister zu dem Thema gemacht?
Erfolgserlebnisse, die mit und ohne Namen veröffentlicht wurden.
Note: 2


Fragensammlung aus mehreren Prüfungen:

  • Warum ist das LaPierre-Experiment nicht unbedingt ein Beweis dafür, daß Verhalten nicht gleich Einstellung ist?
  • Wie kann man das Modell der begründbaren Handlung auf Steuerhinterziehung beziehen?
  • Was ist die soziale Identitätstheorie?
  • Was ist der Framing Effekt?
  • Was ist das Selbstkonzept?
  • Was ist der naturalistische Fehlschluss?
  • Welche Konfliktlösungsstrategien postuliert Koch?
  • common sense Definition (steht gut im Bierbrauer)
  • Kausalattributionen (was das genau ist)
  • Kausalschemata (das mit mehrfach hinreichend/notwendig)
  • discounting principle (Bei vielen Argumenten haben Einzelne weniger Wert - Verteilung)
  • Was sind Heuristiken?
  • Heiders Attributionstheorie
  • Die drei Fehler der naiven Alltagspsychologie
  • Was ist der fundamentale Attributionsfehler?
  • Verantwortlichkeitsdiffusion + Beispiel (das mit dem Epileptiker z.B.)
  • Reaktive Abwertung
  • Heuristiken
  • Wahrnehmungsverzerrung

Spezialthema: Gibt es einen uneigennützigen Altruismus?
Da hab ich leider nicht gleich aufgeschrieben, was er gefragt hat, aber ich versuch es nochmal zusammen zu bekommen:
Welche Gerechtigkeitsmodelle kennen Sie?
Distributive und prozedurale Gerechtigkeit.
Welche zwei Prinzipien gibt es für z.B. das gerechte Verteilen von Gütern?
Equity und Equality Prinzip
Erkläre diese.
Und was unterstützt die prozedurale Grechtigkeit bzw wie wird sie umgesetzt?
Da gibt's drei Sachen: Respekt, daß jede der Parteien ihre Meinung sagen darf, die dritte Partei (die entscheiden sollte) muss von beiden als neutral akzeptiert werden
--> Bei diesen dreien bin ich nicht so sicher, das müsstet ihr nochmal nachschauen
Was hat Lewin gemacht? Erklären Sie die Feldtheorie.
Was hat man früher gedacht passiert, wenn die Erregung durch andere Menschen in der Umgebung steigt mit der Leistung und was denkt man heute?
-->Zajonc
Note: 1


Spezialthema: Aversiver Rassismus und Terror Management Theory
Zunächst stellte ich meine beiden Studien vor, zu denen er ein paar Verständnisfragen hatte, die natürlich leicht zu beantworten waren. Anschließend noch ein paar Transferfragen zum Spezialthema.
Nun allgemeiner Teil:

  • Autoritäre Persönlichkeit (Adorno)
  • Wie können Minderheiten Einfluss auf Mehrheiten nehmen (Moscovici)
  • Lewins Feldtheorie mit Beispiel für psych. Spannungssystem
  • Situationismus
  • Prozedurale und distributive Gerechtigkeit
  • Welche Gerechtigkeitsform gibt es noch? Irgendwas mit Bedürfnisgerechtigkeit…
  • Equity und Equality
  • Self-serving bias und distributive Gerechtigkeit? Durch ss-bias wird eigener Beitrag über- und "Gewinn" unterschätzt.

Herr Klinger ist ein sehr anspruchsvoller, aber fairer und vor allem sympathischer Prüfer. Er verlangt Einiges an Wissenstransfer und stellt nicht so gerne gaaanz konkrete Fragen. Also macht Euch am besten viele Gedanken, besonders zum Spezialthema.

Vornote: keine
Note: 2


Spezialthema: Strategien gegen Beeinflussung
Studien:
1) Julia Zuwernik Jacks and Kimberly A. Cameron
"Strategies for Resisting Persuasion"
Basic and Applied Social Psychology, 2003, 25(2), 145-161.
2) Richard E. Petty, Zakary L. Tormala, Pablo Brinol
"Thought Confidence as a Determinant of Persuasion: The Self-Validation Hypothesis"
Journal of Personality and Social Psychology, 2002, Vol.82, No.5, 722-741.

Fragen:
Ich konnte meine Studien ohne große Unterbrechungen vortragen. Herr Klinger hatte nur ein paar Verständnisfragen zu den Studien, die ich dann auch erklären konnte.
Anschließend stellte er mir einige Anwendungsfragen. Wie zum Beispiel: "Stellen Sie sich vor, sie arbeiten in einer Gesundheitsbehörde und möchten die Einstellung einiger Leute beeinflussen. Welche Mechanismen könnten Ihnen dabei helfen?
Darauf konnte ich leider keine stimmige Erklärung abgeben. Ich habe dann etwas vom Sender und Empfänger und von der Art der Kommunikation gesprochen. Etwa in die Richtung, dass ein persönliches Gespräch eher das Verhalten beeinflussen kann, als Flugblätter oder andere Medien. (Wege der Überzeugung etc.) Er fragte dann nach einer Methode, wie man ein Publikum beeinflussen kann, wenn man weiß, dass eine Gegenkampagne geplant ist. Da war ich erst etwas ratlos. Dann fiel mir das Prinzip der "inoculation" ein. Das war dann auch richtig.
Allgemeiner Teil:

  • Verhalten und Einstellung: Was hat La Pierre gemacht?
  • Was versteht man unter kausaler Attribution? Welche Theorien gibt es?
  • Modell Jones und Davis erklären

Das waren grob die Fragen, an die ich mich erinnern kann.
Herr Klinger legte sehr viel Wert darauf, dass man Bezüge und Verbindungen herstellen konnte, besonders zwischen dem Spezialthema und verschiedenen Theorien. Er stellte dabei keine konkreten Fragen, sondern fragte ziemlich global. Das kann einen schon ein wenig irritieren.
Insgesamt war die Prüfungsatmosphäre nett. Die Prüfung aber ziemlich anspruchsvoll.
Note: 2


Mein Spezialthema:
Auf welche Weise entfaltet stereotype Bedrohung seine zerstörerische Wirkung auf Leistung?

  1. Was ist stereotype Bedrohung?
  2. Welches sind die Mediatoren in der Beziehung zwischen stereotyper Bedrohung und Leistung?
  3. Ängstlichkeit (Osborne, 2001 & Spencer et al., 1999)
  4. Weitere mögliche Mediatoren
  5. Das Stereotype-Task-Engagement-Process-Modell (Smith, 2004)
    • Spencer, Steven J.; Steele, Claude M.; Quinn, Diane M.(1999). Stereotype threat and women's math performance. Journal of Experimental Social Psychology. Vol 35(1)
    • Osborne, Jason W. (2001). Testing stereotype threat: Does anxiety explain race and sex differences in achievement? Contemporary Educational Psychology. Vol 26(3)
    • Smith, Jessica (2004). Understanding the Process of Stereotype Threat: A Review of Mediational Variables and New Performance Goal Directions. Educational Psychology Review. Vol 16(3)
    • Was ist ein Stereotyp?
    • Was ist der Unterschied zu einem Vorurteil? - Affektive Komponente, Einstellung
    • Direkte und indirekte Beeinflussungsstrategien - was ist der Unterschied? - Direkt = Argumente, indirekte = Ausnutzung von Situationsreizen
    • Beispiel Foot in the Door - was sind die situativen Voraussetzungen? - Er wollte hören, dass sich die zwei Bitten auf das gleiche Objekt beziehen - da bin ich erst spät drauf gekommen, da ich die Hausfrauen-Studie im Kopf hat, die belegt, dass das Phänomen auch bei unterschiedlichem Thema, unterschiedlicher Art der Bitte und unterschiedlichem Bittsteller wirkt - Klinger meinte, die wäre widerlegt worden
    • In diesem Zusammenhang Selbstwahrnehmungstheorie: Was genau nimmt man wahr? - Ich habe Einstellungen gesagt - er wollte noch was anderes hören, ich weiss aber immer noch nicht was
    • Soziale Polarisierung? - Studie Ost-Westdeutschland
    • Wodurch entsteht sie? - Stereotype
    • Wahrnehmung der Ingroup als heterogen, die Outgroup als homogen, warum? In der Ingroup hat man mehr Beobachtungs- und so auch Differenzierungsmöglichkeiten
    • Was ist ein Stereotyp?
    • Was wissen Sie zur sozialen Polarisierung? Was bedeutet das für die Wahrnehmung der eigenen und der Fremdgruppe? Was bedeutet dies für Konflikte? Was kann man tun, um den Konflikt zu reduzieren?
    • Was wissen Sie zum Einfluss von Gruppen auf die Leistung einzelner? (Die Unterscheidung zwischen: der Einzelne wird beobachtet vs. die Gruppe arbeitet zusammen war ihm ganz wichtig und da hat er total detailliert nach gefragt! Und da wollte er irgendeinen Versuch von einem Franzosen mit "S" wissen, den Namen hatte ich noch nie gehört!)
    • Was wissen Sie zu Lee Ross? (das wollte der so detailliert wissen, wie ich es nirgends gelesen hab!! Also da lohnt sich wohl Zusatzliteratur!) Den naiven Realismus hat er ziemlich differenziert haben wollen.
    • Was ist die Verfügbarkeitsheuristik? (das war die einzige richtig leichte Frage in meinen Augen)
    • Varianzanalyse ohne MW erklärt (Modellgleichung, Schätzer, Vorraussetzungen)
    • A posteriori und a priori-Tests
    • Chi-Quadrat-Verteilung
    • 4-Felder-Chi-Quadrat-Test erklären
    • Bernoulli-Experiment ? Binomialverteilung (Erwartungswert, Varianz, Warum ist die Varianz bei p = 0,5 größer als bei p < 0,5?
    • BTL-Modell (Wann verwendet, Luces Wahlaxiom, Skalenkonstruktion, Welche Daten haben wir?)
    • Verschiedene Stichproben
    • Experimentelle Validität
    • Störvariablen - wie kann man sie vermeiden?
    • Was ist eine Kovariable, wie geht Kovarianzanalyse
    • Darüber durfte ich zunächst ziemlich viel erzählen
    • Dann Vergleich einfaktorielle VA mit Messwiederholung und zweifaktorielle VA eigentlich ist die einfaktorielle mit Mwdhl. eine zweifaktorielle VA
    • Unterschied? bei einfaktorieller mit Mwdhl. ist in jeder Zelle nur ein Messwert
    • Schätzungen für die Fehler und Interaktionen beider Modellgleichungen
    • Zusätzliche Voraussetzung bei VA mit Mwdhl.? Kovarianzhomogenität
    • F-Verteilung aufmalen - wo liegt der Ablehnungsbereich für die Ho der VA?
    • Wie sieht der MQ-Bruch aus, wenn F = 0 oder ganz klein?
    • Zuerst habe ich grob das Prinzip erklärt
    • Wovon sind die Geraden abhängig? a, b, Unterschied zwischen den ps
    • Was passiert, wenn b kleiner wird? Geraden verschieben sich nach links
    • Auch hier durfte ich erst mal erzählen, was ich so wusste, wichtig natürlich das Lucesche Wahlaxiom und woher die Skalenwerte kommen
    • Wie schätzt man die Skalenwerte? Methode der kleinsten Quadrate und logistische Regression
    • Mit einem Lächeln fragte mich nun der gute Herr Suck, was denn logistische Regression sei - mit einem Lächeln gab ich zurück, dass ich das nicht verstanden hätte, aber dass es irgendwie um die Vorhersage von Wahrscheinlichkeiten gehe
    • dann wollte er wissen, warum denn die Kurve so aussieht, wie sie aussieht? - keine Ahnung - er gab mir denn Tip, dass die Gerade in der linearen Regression ins Unendliche geht, ist das bei Wahrscheinlichkeiten möglich? - natürlich nicht - aha, daher die Krümmung!
    • Wie wird die logistische Regression berechnet? vielleicht mit Logarithmen?
    • Da habe ich dann alles zu Zufallsstichproben, geschichteten Stichproben ... erzählt
    • Vigotsky
    • Andere Kontexttheoretiker (Bronfenbrenner), habe dessen Micro- Meso - Exo- und Macrosystem vorgestellt.
    • Andere Theoriefamilien (Mechanistische, usw.)
    • Bandura
    • Theoretischer Hintergrund
    • Beschreibung des Komponentenmodells
    • The Bioculture of Parenting: Evidence from five Cultural Communities
      (Keller, Lohaus, Kuensemüller, Abels, Yovsi, Voelker, Jensen, Papaligoura, Rosabal-Coto, Kulks & Mohite, 2004)
    • Conceptions of Parenting in Different Cultural Communities: The Case of West-African Nso and Northern German Women
      (Keller, Voelker & Yovsi, 2005)
    • Beispiel für das Komponentenmodell aus "A World Of Babies - Imagined Childcare Guides for seven Societies"
      (Judy DeLooache & Alma Gottlieb, 2000)
    • Kritik
    • Kontinuität
    • Plastizität
    • Determinismus
    • Shaver, P. R. & Hazan, C. (1987). Romantic love conceptualized as an attachment process. Journal of Personality & Social Psychology, Vol 52(3), pp. 511-524.
    • Seiffge-Krenke, I. (2001). Beziehungserfahrungen in der Adoleszenz. Welchen Stellenwert haben sie zur Vorhersage von romantischen Beziehungen im jungen Erwachsenenalter? Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, Vol 33(2), 2001. pp. 112-123.
    • Was kennzeichnet das intuitive Elternprogramm?
    • Was genau ist die Ammensprache?
    • Was ist der Unterschied zwischen Theory of mind und Empathie?
    • Welche verschiedenen Ansätze von Kultur gibt es?
    • Welche Theoretiker legen den klassischen, welche den quasiexperimentellen Ansatz ihren Theorien zugrunde?
    • Welche 3 sprachlichen Kompetenzen gibt es?
    • Was genau ist Bindungsqualität?
    • Was ist mütterliche Feinfühligkeit?
    • Was sind Methoden der Entwicklungspsychologie?
    • Welche interkulturellen Forschungsprobleme gibt es?
    • Genetische Epistemeologie: Warum genetisch?
    • Objektpermanenz: Erklären
    • A nicht B Fehler / Erklären und Kritik
    • Zirkulärreaktionen: Was bedeutet Zirkulär in diesem Zusammenhang?
    • Beispiel für Texturgradient (Ecke oder Stufe - siehe Ökologische Optik)
    • Woher kommt der Begriff "Querdisparation"
    • Konvergenzwinkel (Hier auch die Ruhevergenz erklären)
    • Was ist "genetisch" an Piagets "Genetischer Epistemeologie"?
    • Warum ist die Abfolge der Stufen invariant (Heckhausen - sachimmanente Entfaltungslogik)
    • Was bedeutet der qualitative Sprung? Beispiel (Greif- und Schöpfschema)
    • Objektpermanenz erklären (Beispiele)
    • A nicht B Fehler (Kritik)
    • Warum gibt es große und kleine rezeptive Felder? (Globale vs. Lokale Änderungen)
    • Wo liegen sie?
    • Fragen zum Corpus geniculatum laterale
    • Fragen zu einfachen Zellen (primäre Sehrinde) - Aufbau, Funktion
    • Wie sind sie organisiert (Hyperkolumnen)
    • Warum kann man auch von 10°-Unterschieden verschiedene Neigungen erkennen (Aktivitätsprofil aller Zellen)
    • Eigenschaften von Parvo- und Magnoganglienzellen
    • ich durfte zunächst einmal lange erzählen (Piaget, Whorf, Bernstein, Vygotski)
    • irgendwann schaute er auf die Uhr und sagte, dass ich mal allmählich aufhören müsse, weil die Zeit ja so knapp wäre
    • habe dann noch was erzählt, was ich besonders toll an meinem Spezialthema fand, und das hat ihn sehr gefreut (habe von einem Versuch mit dem Turm von Hanoi erzählt (hatte er dieses Jahr nicht in der Vorlesung), um die Sprachsteuerungsfunktion, die Vygotski und Luria postulieren, zu verdeutlichen)
    • insgesamt habe ich mich ziemlich an den Folien aus der Vorlesung orientiert, habe aber zusätzlich noch Bernsteins Kodetheorie eingebracht, was gut ankam
    • er hat auch mich gefragt, was mich aus Wahrnehmung interessiert hat: Gestaltpsychologie
    • habe dann einfach erst einmal angefangen zu erzählen (Abgrenzung zum Elementarismus), er hat dann gefragt, als was Elementaristen Wahrnehmungstäuschung interpretieren => Reizfehler
    • er hat mich da einiges gefragt, vor allem zur Prägnanz, zur Ontogenese der Prägnanz (wollte da ein Beispiel haben)
    • er hat mich einiges zu Köhler gefragt - Isomorphieprinzip, da ist er ganz schön ins Detail gegangen, wollte Kritik wissen und so, bei Köhler sollte man sich gut vorbereiten (er wollte auch was zur Bindingproblematik wissen)
    • das Skript in Wahrnehmung war als Vorbereitung klasse, man sollte es aber auch wirklich gut wissen
    • "Sind die Stufen bei Piaget genetisch festgelegt?"
    • "Wie kommt der Mengenbegriff zustande?"
    • "Wie entsteht eine neue Stufe?"
    • "Gibt es bei einem Torwart Invarianten?" (Gibson - TAU)
    • "Welches Experiment untersucht die funktionale Gebundenheit?" das mit dem Relief und dem Schalter
    • "Was ist der Unterschied zwischen Piagets und Wygotskis egozentrischer Sprache?"
    • "Was ist die Kritik am A-nicht-B-Fehler?"
    • "Welche Patienten belegen die Gerichtetheit des Denkens?" Frontalhirnsyndrom
    • Selbst und Stressbewältigung Befunde
    • Warum Quest-orientierte Leute eher mit negativen Gesundheitssachen zusammenhängen.
    • Warum er wohl die Befunde, die ich genommen habe nicht in sein Buch integriert hat.
    • Und vor allem auch Sachen, die mit der Integration von Religion zu tun haben, also wie integriert ist man mit welcher religiösen Orientierung und was bedeutet das.
    • Individuation (Wer prägte den Begriff? Jung. Was verstand er darunter? Beispiel: Anima/Animus).
    • Befunde zur rechten Hemisphäre (Dawson & Schell, Beeman)
    • Welche Art von Assoziationen sind eher rechtshemisphärisch? (Weite, vernetzte, "unscharfe" A.)
    • Was folgt daraus bezüglich Stress? (Vielzahl an Handlungsmöglichkeiten, keine Fixierung auf das schlimme Erlebnis usw.)
    • Befund? Linville!
    • Kreativität und rechte Hemisphäre? (Immer Einbezug von Emotionen im z.B. Unterricht vs. steife, analytische Belehrung)
    • Befund (Freud'sche) Versprecherstudie (happy sex / sappy hex und dam shock / sham dock)
    • höchste Systemebene
    • gliedert sich in Selbstregulation und Selbstkontrolle
    • Selbstregulation: Innere Demokratie, Selbstberuhigungs- und motivationsfähigkeit, Bedürfniskongruente Zielanbindung
    • Selbstkontrolle: Innere Diktatur, Planen, Abschirmen, Impulskontrolle
    • Was ist Rationalisierung, Verleugnung und Reaktionsbildung?
    • In welcher Hemisphäre befindet sich welcher Affekt?
    • Validierungskorrelate des Machtmotivs
    • In welchen Hemisphären befinden sich Macht- und Anschlussmotiv? (LH / RH)
    • Welche Hemisphäre benötigt man für Empathie? (RH)
    • Welche Bedeutung hat der Traum bei Freud und welches ist die heutige Traumbedeutung? (Konsolidierung / Triebwünsche)
    • Wie sehen Freud vs. Jung die Religion? (pathologisch vs. "Gott ist außen")
    • Welcher Befund zeigt, dass Emotionen nicht mit der linken Hemisphäre in Verbindung stehen? (Dawson und Schell)
    • Womit ist die RH verbunden?
    • Jungs Individuation
    • Traumsymbole
    • Versuch von Oettingen zur emotionalen Dialektik
    • zum TAT: Verhaltenskorrelate vom Machtmotiv
    • ob es auch positive Varianten der Macht gibt (also prosozial)
    • Wie kodiert man denn beim TAT die verschiedenen Ebenen? (Gibt keine wie beim OMT)
    • Wie kann man Neugiermotivation beschreiben? (IVS)
    • HC und dessen neurophysiologische Grundlagen.
    • Ursachen der Anorexie (Theorien dazu, z.B. Hildebruch)
    • Vergleich von Anorexie und Bulimie
    • Wie kann man den Erkrankten beweisen, dass die eine Schemastörung haben? (eigene Körperkonturen auf der Wand zeichnen)
    • Bulimie: nur die klassischen diagnostischen Kriterien aufzählen (keine Therapie!)
    • Adipositas: Was halten Sie davon, wenn man eine Magenverkleinerung vornimmt?
    • Bypass für die Verdauungsorgane - eigene Meinung
    • Verursachungsmodelle aufzählen: z.B. Life-Events, Freud (FIXIERUNG! Was? Wann?), Alexander, Groddeck
    • Welche finden Sie davon am Besten?
    • Verursachung Magen-Darm-Erkrankungen
    • Was ist eine funktionelle Erkrankung? Stress nicht! Schmerz und Schlaf nicht!
    • Sind Krebserkrankungen psychisch verursacht?
    • Minnesota-Studie (Kriegsdienstverweigerer), was hat man untersucht und raus gefunden?
    • Was hat man raus gezogen? D.h., was nicht man für sich mit? Antwort: z.B. auf Diät haltenden Freundinnen aufpassen + Verhaltensanalyse: Was kann man sich selbst aneignen? Verschärfte Selbstbeobachtung.
    • Pathogenesemodelle aufzählen
    • Wie kommt es von Stress zu chronischen Erkrankungen?
    • HT-Hypophyse-Achse gar nicht!
    • Was sind funktionale Erkrankungen? (IBS, Reizdarm, Migräne)
    • Wie erklärt man Migräne?
    • Typ-A-Verhalten ( Korrelationen in Studien, Meta-Analysen z.B. 1 % Varianzaufklärung, Vielzahl der Mediatoren) + Life-Events
    • zur vorherigen Frage: Was kann man machen, wenn man entsprechende Hinweise hat? (Antwort: Entspannungstrainings empfehlen!)
    • Fixierung! (spezifische Konflikte à Situationen können Konflikte aktualisieren), psychosexuelle Entwicklungsstufen
      Anmerkung: Wenn man vergessen hat, Groddeck zu erwähnen, wird man darauf empört angesprochen
    • Alle Modelle aufzählen. Auf Groddeck wieder extra angesprochen (wer/was/wann)
    • Alexithymie! Was bedeutet das für die Praxis? Wie kann man das umsetzen?
    • Wie kann man das erklären, dass Freuds Konversionsmodell so anerkannt wurde?
    • Hatte Alexander Recht damit, dass die Symbolisierung von Konflikten nicht über die glatte Muskulatur funktioniert?
    • Alle Magen-Darm-Erkrankungen aufzählen
    • Reizdarm erklären
    • Beispiele für lerntheoretische Erkrankungen nennen. Wie kann man eine best. Krankheit lerntheoretisch erklären?
      Anmerkung: Viel eigene Gedanken machen!
  6. Literatur

    Zunächst hat Herr Klinger mich ziemlich lange erzählen lassen, bei der Studie von Osborne hat er mich gefragt, wie Ängstlichkeit gemessen wurde - per Fragebogen - er wollte wissen ob die Angst eine durch die Situation erzeugte oder eine generelle wäre - konnte man der Studie nicht deutlich entnehmen - ich argumentierte für eine situationell erzeugte, war da etwas unsicher

    Zu den weiteren Mediatoren gehörte Self-Handicapping, er fragte mich, was genau Self-Handicapping sei und was dabei notwendig ist - Verhalten, auf das man einen späteren Misserfolg attribuieren kann, notwendig ist, das die Person das hinderliche Verhalten willentlich kontrolliert, wenn sie z.B. angibt, schlecht geschlafen zuhaben, ist das nur Self-Handicapping, wenn sie es bewusst so gesteuert hat - auf letzteres bin ich eher auf Umwegen gekommen

    Zuletzt sollte ich stereotype Bedrohung mit dem fundamentalen Attributionsfehler verbinden - dazu ist mir erst nicht soviel eingefallen - er wollte ungefähr hören: falls die Personen schlechte Leistung auf die Situation und nicht auf sich attribuieren, könnte stereotype Bedrohung nicht wirken, da ja so die schlechte Leistung von der stereotypisierten Person nicht auf Dispositionen attribuiert wird - jedoch wandte ich ein, dass das Besondere bei stereotyper Bedrohung ist, dass die Person nicht an den Stereotypen und somit an eigene Unfähigkeit glauben muss, somit wäre es egal worauf sie schlechte Leistung attribuiert - fand Herr Klinger aber wohl nicht so schlüssig

    Der allgemeine Teil:

    Die Prüfungsatmosphäre war wirklich sehr nett, auch wenn ich manchmal nicht verstanden habe, worauf die Fragen hinauslaufen sollten.
    Das Feedback war weniger positiv - er fand den Aufbau meines Spezialthemas zu unstrukturiert, außerdem könnte ich keine Verbindungen knüpfen und hätte die Sachen nur einfach auswendig gelernt, ohne mir Gedanken darüber zu machen.
    Da ich keine Wissenslücken hatte, bekam ich noch ne 3.

    Mein Tip: Ich wäre besser auf die Prüfung vorbereitet gewesen, wenn ich mich weniger mit dem ganzen Myers-Zeug beschäftigt hätte, sondern bei den einzelnen bedeutenden Theorien mehr in die Tiefe gegangen wäre. Ganz wichtig auch das Spezialthema!


    Spezialthema: Bedrohung durch Stereotype: ein Teufelskreis und mögliche Auswege
    1) zum Spezialthema durfte ich alles erzählen (15 min)
    2) allgemeiner Teil:

    So, ich glaube, das war es mehr oder weniger. Ich fand, dass er echt sehr detailliert alles wissen wollte!! Aber trotzdem war die Atmosphäre schon nett. Aber der ist nicht ohne. Da sind andere Prüfer wesentlich weniger anspruchsvoll.
    Note: 2

     

    Vordiplom Sozialpsychologie: Frau Haberstroh

    Spezialthema: Terror Management Theorie - Differentielle Reaktionen Ost- und Westdeutscher
    Durfte mein Thema komplett vortragen, Frau Haberstroh hat sich während dessen ziemlich viele Notizen gemacht und hatte anschließend sehr viele Fragen zu den Studien. Einige Fragen gingen auch über den Rahmen der Studien hinaus und haben mir zum Teil echt alles abgefordert. Obwohl ich das alles als sehr anstrengend empfunden habe, fand ich es im Nachhinein echt toll, wie engagiert Frau Haberstroh bei der ganzen Sache dabei war. Es entfachte zwischenzeitlich ein so intensiver Meinungsaustausch, dass ich sogar fast vergaß, dass ich mich in einer Prüfung befinde. Das Ganze hat glaub ich so an die 20 Minuten gedauert.
    Allgemeiner Teil: Was motiviert uns zum Helfen? Hab alles runtergebetet was mir so einfiel, z.B. helfen wir, aus offensichtlichen Egoismus, aus subtilen Egoismus oder manchmal sogar auch aus Altruismus. Dazu gab es dann noch sehr viel Fragen die das Thema weiter spezifizierten, Verantwortungsdiffusion etc. - Ich sollte erklären, wie ich Menschen am schnellsten zum Helfen animiere - Einflussfaktoren nennen + Befunde - z.B. Zeit und die Studie des barmherzigen Samariters. Kognitive Verzerrungen, was fällt Ihnen dazu ein? Fundamentaler Attributionsfehler, Heuristiken, Kontrollillusion, illusionärische Korrelationen usw. - sollte zu einigen Sachen Befunde nennen - einmal hat Sie auch ein Experiment zur Verfügbarkeitsheuristik geschildert und ich sollte erzählen, was wohl als Ergebnis herauskam!
    Ich glaube jetzt waren schon mehr als 30 Minuten um und ich dachte ich würde vor den Methodenteil vorherkommen. Nichts da! Sollte erklären, was für Versuchspläne in meinen Studien vorliegen. Naja, also nochmal alles geben - quasiexperimenteller Aufbau - sollt erklären was das ist, dann noch Unterschied zum echten Experiment und was ist eine Feldstudie - wie siehts mit Kausalschlüssen aus? usw.
    Zu allen genannten Themen gab es viele vertiefende Fragen und ich sollte einige Verbindungen zur angewandten Sozialpsychologie herstellen. Ich habe Frau Haberstroh als anspruchsvoll, gerecht und sehr nett empfunden!
    Vornote: keine
    Note: 1



    Spezialthema: Konformität, Asch
    Sie hat mich die ersten paar Minuten mein Spezialthema erzählen lassen
    Dann Folgten ein paar Fragen zu den Studien und der allgemeine Teil

    Wie war der Aufbau bei Sherifs Experiment?
    Was spielen Expertise und Status im Zusammenhang mit normativen /informationalen Einfluss eine Rolle?
    Welche Arbeit gibt es von Einfluss von Minderheiten auf Entscheidungen? (Moscuvici)
    Ist dieser Aufbau ein Experiment oder eine korrelative Studie?
    Was ist der Nachteil einer korrelativen Studie?
    Was fällt ihnen zu Gruppenentscheidungen ein (Group think)
    Wie sollte eine Gruppe gestaltet sein um das zu verhindern?
    Confirmation bias, was ist das? (siehe Vorlesung) Wie kommt es dazu? (Dissonanz)
    Was ist Dissonanz? Was ist damit wenn ich z.B. einen BMW kaufe und Merzedes auch gut finde?
    Was ist der self-reference Effekt?

    Das war es dann auch schon. Die Stimmung war sehr entspannt und Frau Haberstroh ist eine echt durch und durch gute Professorin.



    Spezialthema: Compliance/ "Foot in the door"-Technik

    Zuerst durfte ich ca. 7 Minuten frei erzählen, dann hat sie vertiefende Fragen gestellt:
    z.B. Wie wirkt "foot in the door" und wie wirkt "door in the face"?
    Was denken Sie, wieso hat DITF in der von Ihnen beschriebenen Studie besser funktioniert?
    War das ein Experiment und warum?
    Zur Methodik sonst nicht mehr viel.

    Allgemeiner Teil
    Was hat man in der Milgram-Studie gemacht (möglichst genau beschreiben)?
    Was hat den Gehorsam begünstig?
    Wie haben die Folge- Studien ausgesehen, warum waren die Vpn dort nicht so gehorsam?
    Asch-Studie?
    Was hat Asch mit der Gruppengröße zu tun?
    Stereotype?
    Was sind Einstellungen?
    Wie mißt man Einstellungen (Bogus Pipeline)?
    Wie hängt die Stimmung mit der Erinnerung zusammen?
    Was ist "pluralistische Ignoranz"?
    "Bystander Effect"? Wie kommt es zu diesen Phänomenen?
    Kitty Genovese?
    Noch ein paar Fragen, die ich vergessen habe.

    Ich war ziemlich nervös und auch nicht besonders gut vorbereitet, aber die Prüfung ist dafür super gelaufen. Wenn ich mal etwas nicht wusste, hat sie die nächste Frage gestellt und nicht weiter "gebohrt".
    Sie hat fast nur Fragen gestellt, die wirklich relevant sind und man auch beantworten können sollte. Sehr nett!
    Note: 2

     

    Vordiplom Methodenlehre: Herr Suck

    Er fragte mich nach einem Spezialthema, und ich hatte keins. So durfte ich mir aussuchen, womit ich anfangen wollte: Statistik II. Da fühlte ich mich fit.
    Ich sollte dann die Modellgleichung von der einfachen VA mit Meßwiederholung aufschreiben. Dann die SAQs dazuschreiben und erklären, was die Werte bedeuten und wie man von den SAQs auf die Werte kommt, und wie man auf die SAQs kommt. Da habe ich gesagt, daß man ja die Summe der quadrierten Abweichungen errechnet.
    Das wollte er genauer wissen:
    Man quadriert zuerst die Abweichungen vom Mittelwert und summiert sie dann.

    Also Skalierung.
    "Erklären Sie doch mal die Begriffsanalyse."
    Ich habe ihm also von diesen wirren Linien erzählt, und was man an dem Diagramm ablesen kann.
    Ich glaube, ein Beispiel aus seinen Folien habe ich grob erzählt.

    Dann Guttman.
    "Malen Sie mal diese Treppenmatrix auf".
    Dabei hatte ich mich voll verzettelt, habe es mit Ach und Krach hingekriegt.
    "Und wie komme ich von dieser Matrix jetzt zu meiner Skala?"
    Da hatte ich keine Ahnung und habe mit seiner Hilfe die Werte auf so einem Strahl abgetragen und alles falsch gemacht und mir nur ein ganz paar Sachen von allein gedacht.

    Und dann Versuchsplanung:
    "Wie lauten die Adäquatheitsbedingungen?"
    (Das war etwas, das ich ganz bewußt weggelassen hatte)
    Wußte ich also nicht. Oder ein, zwei davon...

    Und dann einige Fragen zu Längsschnitt- und Querschnittstudien, die Nachteile und so.
    "Und wie kann man diese Probleme lösen?"
    Mit der Kohorten-Sequenz-Methode.
    "Malen Sie mal auf!"
    Konnte ich nicht. Gar nicht.

    Vornote: 2
    Note: 2

    Ich war die erste an dem Morgen und war nervös von hier bis Tokio, weil ich überhaupt nicht einschätzen konte, wie und ob ich das, was ich gelernt hatte nun in irgendeiner adäquaten Form rüberbringen konnte.

    Als erstes hab ich dann mal rumgequäkt, dass meine Vornote bitte beachtet werden möge (ich saß noch nicht mal auf dem Stuhl - wie peinlich..)
    Das wollte man den wohl auch gerne tun: die Vornote war irgendwie zwischen 2 & 3, genau hatte ich mir das gar nicht ausgerechnet. Ich hatte nur im Kopf, dass ich eine 2 und eine 3 geschrieben hatte.

    So, nu ging es los:
    Angefangen habe ich mit Statistik II, die Varianzanalyse (wird ja immer wieder gerne genommen).
    Ich habe dann drum gebeten, mit der popeligsten anzufangen, also 1-faktorielle ohne Messwiederholung; war ok.
    Zunächst habe ich allgemein erklärt, wozu man die VA benutzt- also als Erweiterung des T-Tests, wenn man mehr als 2 Sachen vergleichen möchte.
    Man kann bei der VA alles in einem Rutsch vergleichen und muss eben nicht zig T-.Tests machen.
    Dann habe ich die Modellgleichung aufgeschrieben, die Schätzer erklärt, dann wie ich auf die SAQ`s komme (erst quadrieren, dann summieren), dann die Freiheitsgrade erklärt.
    So, dann ging es weiter mit Modellgleichung der 1-faktorielle mit Messwiederholung und mit der 2-faktorielle ohne Messwiederholung.
    Jeweils Modellgleichung und dann wollte er den Unterschied wissen. Hab ich auch mit seiner Hilfe ganz gut hingekriegt, indem ich dann nochmal die jeweiligen Schätzer aufgeschrieben habe......

    Dann wollte er noch die F-Verteilung aufgemalt haben und ich hab noch erzählt, dass sie sich aus 2 chi-Quadratverteilungen mit unterschiedlichen Freiheitsgeraden ergibt.
    Voraussetzungen für die 1-fakt. ohne MW musste ich dann auch noch "aufsagen".

    Statistik I:
    Was fällt Ihnen zu Korrelation ein?
    Die Kovarianz wird durch die z-Transformation in die Korrelation überführt.
    Dann habe ich das Streudiagramm falsch beschriftet (mit UV und AV.. wegen der VA wahrscheinlich noch..)
    Habe ich korrigiert und Beispiele genannt für:
    Pos. Korrelation: Je mehr Prüfungen man besteht, je mehr wächst das Selbstvertrauen
    Neg. Korrelation: Je betrunkener man ist, umso mehr lässt die Reaktionsfähigkeit nach.
    U-förmiger Zusammenhang: Dauer und Zufriedenheit in einer Beziehung.
    Das habe ich dann noch mit Verliebtheit, Krisen und überstandenen "schlechten Zeiten" ausgeschmückt und anhand der U-Form erklärt.
    Umgekehrt U-förmiger Zusammenhang: Alter und Potenz beim Mann.
    Die Beispiele kamen sehr gut an, das Gekicher war groß und die Stimmung super..

    Dann Versuchsplanung:
    Da mußte ich inderne und externe Validität erklären.
    Hab ich nicht so gut hinbekommen. Bei Extern wusste ich nur was von Generalisierbarkeit. Auf was genau ??
    Tja, gute Frage, wusste ich nicht, hab nur auf Situationen gewusst. Aber das sollte man sich schon genau anschauen, würd ich sagen.
    Interne war ähnlich schlecht.
    Ich hab ihm was von Störvariablen erzählt, und dass man sie kontrollieren und eliminieren sollte nach Möglichkeit.
    Kontrollieren zB dadurch, dass man ein Experiment immer zur gleichen Tageszeit durchführt... (Störvariable Lichtverhältnisse).
    Das war insgesamt recht holprig...war auch das, was Reinhard nach der Prüfung gesagt hat.

    Skalierung.
    Da musste ich das BTL Modell erklären.
    Ich habe angefangen mit der Einordnung ins Coombsche Datenschema, Vergleich: Reize mit Reizen, 1 Menge, vollständiger !! Paarvergleich, Beispiel zur Anwendung (Dominanzvergleich von Verbrechen), Luce´sches Wahlaxiom, wie komme ich zu meinen Daten und welches Skalenniveau habe ich dann?
    (Verhältnisskalenniveau)
    Dann war es vorbei, ging sehr sehr schnell, die Atmosphäre war toll´.
    War für mich ne ganz tolle Prüfung, muss ich schon sagen.
    Wie gesagt, Beispiele würde ich parat haben, das kommt gut an und mir haben sie es auch noch mal explizit gesagt, dass ihnen die Anschaulichkeit sehr gefallen hat und die Prüfung Spass gemacht hätte.
    Note : 2


    Spezialthema hatte ich keins, wollte aber mit Statistik 2 anfangen.

    Mehr weiß ich nicht mehr.
    Meine Tipps: Auf jeden Fall Möglichkeit zum Spezialthema nutzen und Suck nicht unterschätzen!
    Vornote: 1
    Note: 2


    Mein Einstiegsthema: Varianzanalyse

    Sequentielle Stichproben:

    BTL-Modell

    Stichprobentechniken

    Es war eine sehr nette Prüfung, man sollte Herrn Suck aber nicht unterschätzen, er hat teilweise sehr detailliert gefragt!
    Vornote: 1
    Prüfung: 1


    Spezielthema: Begriffsanalyse

    Erstmal habe ich fünf Minuten erzählt:
    - Ziel der Begriffsanalyse (Nicht- numerische Darstellung der inhaltlichen Struktur von Daten)
    - Grundlage: Kontext (G,M,I), Gegenstände, Merkmale, Inzidenzrelation, meistens als Kreuzchentabelle.
    - Daraus Begriffe (Definition) durch Ableitungen (erklären).
    - Extension/Intension, durch unterschiedliche Extensionen und Intensionen ergibt sich eine Hierarchie.
    - Oberbegriff/Unterbegriff erklärt
    - Partielle Ordnung (Kriterien) und Verband (Supremum/Infimum).
    - Darstellung als Liniendiagramm, Ablesen von Extension und Intension

    Dann waren die fünf Minuten um, und zum Analysieren meines vorbereiteten Kontextes kam ich garnicht mehr.

    Wie funktioniert das mit mehrwertigen Kontexten?
    (In nen einwertigen umwandeln, flexible Regeln je nach Inhalt)

    Wie kann man da Merkmale "sparen"?
    (Die Nullausprägung kann man sparen, und bei "Wie stark auf ner Skala von 1 bis 5"-Fragen eventuell die mittleren Ausprägungen)

    Was untersucht man denn bei der Clusteranalyse?
    (Auweia, erwischt. Ich hatte auf die Guttmann-Frage und Rasch gebaut - tja, das wäre ihre Eins gewesen. Näherelationen? Nähe relativ zu anderen Reizen? Und da bilden sich dann Cluster...?)

    Wie ist Nähe denn da definiert? Was für Verfahren gibts da? Fällt ihnen da was mit Hierarchie ein? Wie sieht denn so ein Dendrogramm aus?
    (Nicht gelernt, nicht gewusst, ihm gesagt, dass er mich erwischt hat.)

    Wo werden denn noch Näherelationen untersucht? Ausserhalb der Clusteranalyse?
    (Coombs! I- und J-Skalen, Inverse I-Skalen, Vertauschung, Ideal- und Mittelpunkte erklärt)

    Und wie sähe das jetzt aus, wenn da eine I-Skala nicht Modellkonform wäre? (Rumüberlegt, wie sich dann die J-Skala verändert, bis mir klarwurde, das sie das nicht tut, und dass er deswegen wohl ne nicht konforme I-Skala aufgemalt haben wollte. Ach sooo!)

    Dann mal Statistik. Was ist Power?
    (Teststärke, H1 korrekt erkennen, Abhängig von N, alpha, sigma und der mü-Differenz, also effektiv d...)

    Warum von N? (Stichprobenmittelwerteverteilung gemalt, Standardfehler des Mittelwertes...)

    Warum ist das denn eigentlich ne Stichprobenmittelwerte VERTEILUNG?
    (Weils ne Zufallsvariable ist - wenn die Stichproben zufällig gezogen werden, ist auch deren Mittelwert zufällig, und damit ein Wahrscheinlichkeitsraum, solang man keine konkrete Stichprobe betrachtet)

    Wie funktioniert ne zweifaktorielle Varianzanalyse? (Modellgleichung mit Interaktion, SAQ-Zerlegung und Schätzern erklärt)

    Was für Interaktionen gibt es? (ordinale und disordinale)

    Wie sieht ne Disordinale aus? (aufgezeichnet: kreuzende Linien, kein Haupteffekt...)

    Und wenns doch nen Haupteffekt gibt, woran sieht man das dann, wo kann man den ablesen?
    (Und wir stehen auf dem Schlauch. Mit viel Hilfe dann: Differenz zwischen den Mittelwerten der Faktorstufen.)

    Dann machen wir noch eben Versuchsplanung. Äääähm... was ist ein psychologischer Test?
    (Da war gestern ein Freund drüber gestolpert, deshalb hatte ich es gestern noch fleißig auswendiggelernt: Ein Test ist ein wissenschaftliches Routineverfahren bla bla bla... hat er sich drüber gefreut)

    Und das wars dann auch schon. Atmosphäre war sehr nett, sowohl von Sucks als auch von Marens Seite.
    Gab dann ne völlig gerechtfertigte 2.

    Was ich beim nächsten Mal anders machen würde:
    mich nicht auf den klassischen Frageweg nach einem bestimmten Spezialthema verlassen
    ("Nach Begriffsanalyse fragt er immer Guttmann..."). IMMER die Achsen beschriften - das hatte ich bei der Stichprobenmittelwerteverteilung vergessen, weil ich gerade so im Flow war. Ob das alleine ne Einserbremse wäre, weiss ich allerdings nicht.
    Und Maren meinte, das man immer zu allem die grundsätzliche Definition zur Hand haben solle - vor allem in der Diplomprüfung dann.
    Da dürfe sowas wie mit den Achsen auch nicht mehr passieren... juhu, ich freu mich schon drauf.
    Naja, insgesamt aber ne angenehme und gute Prüfung.

     

    Vordiplom Entwicklungspsychologie: Frau Keller

    Spezialthema: Wandel von Sozialisationszielen und Werten vor dem Hintergrund der Migration
    Ich konnte über 20 Minuten mein Spezialthema vorstellen, ohne dass Frau Keller mich großartig unterbrochen hätte. Anschließend einige Fragen zu den beiden von mir vorgestellten Studien. Dann noch Fragen zu:

    Frau Keller war sehr nett und fair!
    Vornote: keine
    Note: 1


    Spezialthema: Selbstkonzept im Alter
    Frau Keller hat mich eine halbe Stunde lang mein Thema vortragen lassen und hat mich dabei eigentlich nicht unterbrochen.
    Abschließend hat sie mich noch gefragt, ob so etwas wie die positive Illusion im Erwachsenenalter auch bei kleinen Kindern zu finden ist. (2-3 Jährige schätzen sich besser ein als sie sind)

    Dann hat sie mich noch etwa 15 min was anderes gefragt: Vygotski, Freud, Erikson, Vergleich von Freund und Erikson, interkulturelle Forschung von Erikson.
    Frau Keller war sehr freundlich und ruhig während der Prüfung. Es war eine nette Atmosphäre. Auch die Beisitzerin (Monika) war echt nett!
    Vornote: keine
    Note: 1


    Spezialthema: Komponentenmodell des Elternverhaltens von Frau Keller, hier meine Gliederung:

    Ich durfte die erste Studie bis zu den Hypothesen erzählen (da waren dann ca. 10 min vergangen), dann meinte Frau Keller, dass sie nun gerne etwas über den vorletzten Punkt, Beispiele für das Komponentenmodell aus "A World of Babies" hören wollte.

    Dieses Buch besteht aus imaginären Elternratgebern aus Sicht von 7 verschiedenen interdependenten Kulturen (basiert auf wissenschaftlichen Studien) und ich habe versucht, die Elternsysteme und Interaktionsmechanismen des Komponentenmodells darin wiederzufinden. Das fand Frau Keller sehr interessant, und ich durfte ziemlich ausführlich darüber erzählen und auch Tabellen, die ich mir dazu gemacht hatte, in meinem Vortrag verwenden. Damit sind dann wohl weitere 10 Minuten vergangen.

    Danach meinte sie, dass sie jetzt auch noch ein paar allgemeine Fragen stellen müsste.
    Zuerst sollte ich die Bindungstheorie mit ihrem Modell vergleichen => westlich orientiert vs. universell. Dann sollte ich allgemeine Prinzipien zu Piaget erzählen, ich hab dann ein bisschen was dazu gesagt, dass er darin interessiert war, wie Kinder zu Erkenntnissen kommen, aktive Konstruktion von Schemata, Assimilation, Akkomodation, Equilibration, typische Fehler ... .
    Auch sollte ich Piaget zu einer der Perspektiven zuordnen - organismisches Menschenbild.

    Zum Schluss fraget sie, was eine Theory of Mind ist und wie man die Entwicklung dazu beschleunigen kann. Letzteres wusste ich nicht so genau und hab gesagt, dass eine Vorläuferkompetenz die Entwicklung eines Selbstkonzeptes ist und man dieses mit kontingenten Reaktionen auf das Kind fördern könnte. Sie hat dann ergänzt, das man die Entwicklung einer TOM durch mentalistische Sprache fördern kann.

    In der Prüfung herrschte eine sehr nette Atmosphäre.
    Als Tipp kann ich nur sagen, sich supergut auf das Spezialthema vorzubereiten!!
    Note: 1


    Spezialthema: Sprachentwicklung im Kulturvergleich
    Ich konnte über 20 Minuten meine beiden Studien vorstellen. Hierzu stellte Frau Keller zwischendrin einige Fragen.
    Anschließend folgte der allgemeine Teil:

    Die Prüfungsatmosphäre war sehr angenehm.
    Vornote: Keine
    Note: 1

     

    Vordiplom Entwicklungspsychologie: Herr Chasiotis

    Spezialthema: Theory of Mind
    Habe so ungefähr 10-15 Minuten mein Spezialthema vorgestellt.
    Zum Spezialthema hat er dann einige Studien- spezifische Fragen gestellt.
    Was könnte die Drittvariable sein, die sowohl Sprache als auch die Theory of Mind beeinflusst?
    Intelligenz
    Was ist der Unterschied zwischen Theory of Mind und Empathie?
    Bei der Empathie kann man sich nur Sachen vergegenwärtigen, die man selber schon einmal empfunden hat. Bei Theory of Mind klann man auch hypothetische sachen vergengenwärtigen.
    Was gehört noch zur Theory of Mind ausser False Belief?
    Zum Beispiel können Kinder mit 1,5 Jahren schon Nahrungsvorlieben anderer Menschen erkennen. Die Fähigkeit, die Intentionen usw anderer Menschen zu sehen, baut sich ab dem 1. Lebensjahr bis zum Verstehen von falschen Überzeugungen und Perpektivenübernahme immer weiter auf.
    Warum ist Sprache, wie wir sie verstehen erst nach dem Bestehen des Spiegeltestes möglich?
    Erst dann synchrone Identität--> Signifikant + Signifikat
    Welche Arten von Kontinuität gibt es?
    Phänotypische und strukturelle Kontinuität sind ihm da wichtig.
    Wie unterscheiden sie sich?
    Als Phänotypische Kontinuität bezeichnet man die Ausprägung eines Merkmals, dass sich nicht mehr wirklich verändert (Beispiel: Intelligenz). Strukturelle Kontinuität beschäftigt sich mit Verhaltensstrukturen.
    Was gibt es für Unterschiede zwischen Kulturen?
    Kollektivistisch und Individualistisch
    Was für Probleme gibt es beim Vergleichen von Kulturen?
    Einheimische Psychologie oder Vogelperspektive. Kann man eine Stichprobe auf die ganze Poulation beziehen? Irgendwie kamen wir dann auch noch zur Unterschiedung von Emik und Ethik.
    Wie kann man versuchen, dennoch einen Vergleich zu ziehen?
    Irgendwie kamen wir auch noch auf Lernkontexte und unterschiedliche Bildungsniveaus.
    Note: 2



    Spezialthema: Wie entstehen Beziehungen?
    Inwieweit haben die Postulate der Bindungstheorie und die Erfahrungen in der Jugend Einfluss auf die Partnerschaft / romantische Liebe von Erwachsenen?
    Studien: Wie kann man die Reliabilität eines 1 Item-Fragebogens testen? Re-Test
    Wer legt noch besonderen Wert auf Identität? Erikson + Erläuterung seiner Theorie
    Was könnte man kulturvergleichend zum Thema Beziehungen sagen?

    Allgemeiner Teil:
    Was ist Konstruktivismus?
    Subjektive Sichtweise der Realität, baut auf Strukturalismus auf.
    Welcher Theoretiker legt Wert auf äußere Umstände?
    Wygotski + Erläuterung seiner Theorie (Bronfenbrenner)
    Auf wessen Theorien baut Wygotski auf?
    Marx + wie die Sichtweise Marx entstanden ist (Arbeitsverteilung und Ressourcen)
    Note: 2



    Fragensammlung aus mehreren Prüfungen:

    Spezialthema: Beginn der Pubertät als kontext-sensitiver Marker einer Reproduktionsstrategie und Bedeutung des Geburtsranges für die individuelle somatische Entwicklung
    Beide Sudien von Chasiotis, Ost-West-Deutschland-Vergleich
    Zugrundeliegend die evolutionäre Sozialisationstheorie von Belsky
    Wichtig auch Campbell & Udry, die postulierten, dass Beginn der Pubertät vererbt ist.
    Wichtig: Sie haben den Kindheits-Kontext nicht untersucht.
    Ich habe zuerst Belsky erklärt (aversive Kindheitserfahrungen, unresponsives, insensitives elterliches Investment, internale/externale Verhaltensprobleme, gipfelt in der Vorhersage eines frühen Pubertätsbeginnes, dann noch Typ I, Typ II), weiter mit Campbell, dann Erklärung von Kontext-Kontinuität und Diskontinuität.
    Ergebnisse und bei der 2. Studie bezüglich des Geburtsranges dann Sulloway (ökologische Nische).
    Das Ergebnis der ersten Studie wurde in der 2. korrigiert, da der Geburtsrang zunächst nicht in die Untersuchung eingeflossen war (bei beiden Studien der gleiche Datensatz)
    Im Spezialthema konnte ich alles erzählen, was ich wusste, die Zwischenfragen waren gut zu beantworten und im weiteren Verlauf hat er zunächst rund um das Spezialthema gefragt.
    Kapitel Enwicklungsgenetik
    Dann noch Unterschied zwischen Theorie of Mind und Empathie
    Dann Selbstsozialisation
    Rouge-Test (Spiegeltest), Selbstobjektivierung, was sagt Bischof-Köhler dazu?
    Konnte ich gar nicht, fand er nicht so witzig.
    Dann was gibt es für Arten von Kontinuität --> phänotypische & strukturelle Kontinuität.
    Zur Strukturellen sollte ich Theorien sagen: Ich fand, Wygotzki passt da gut rein..war zwar nicht das, was er wohl angepeilt hat, hat sich aber drauf eingelassen.
    Ich hab dann die psychischen Werkezuge, die Arbeitswerkzeuge, Marx etc. erzählt. Fand er gut.

    Note 2
    Atmosphäre war super, er lässt einen reden, stellt Fragen und wenn er merkt, es geht gar nicht, wie bei mir mit Bischof-Köhler, geht er auch weiter und beisst sich nicht fest, was ich sehr sehr angenehm fand.
    So kann man dann auch Lücken mit Wissen in anderen Bereichen ausgleichen.
    Er hat mir dann auch gesagt, dass Wygotzki mit gerettet hat weil eben Bischof-Köhler nix war.
    Ich fand die Prüfung super, er hat mir immer auch die Möglichkeit gegeben, mich zu korrigieren, zu ergänzen und das was ich wusste auch irgendwie anzubringen.

    Vordiplom Allgemeine Psychologie I: Herr Wolff

    Spezialthema: Piaget (Ontogenese des Denkens)
    Ich entschloss mich kurzfristig, keinen "Vortrag" zu halten, sondern mich gleich mit Fragen löchern zu lassen.
    Hier die in meiner Erinnerung verbliebenen Themen zu Piaget:

    Da waren noch einige kleine, aber bedeutende Fragen - leider fällt mir im Moment dazu nix mehr ein.

    Anschließend fragte er mich, was mich besonders aus dem Bereich der Wahrnehmung interessiert hat.
    Ich nannte "Wahrnehmung als Konstruktion" und im Besonderen "Tiefenwahrnehmung".
    Also habe ich erst mal erzählt über monokulare und binokulare Tiefencues.
    Die Fragen:

    Dann noch ein paar Fragen zum "Reafferenzprinzip" und schon war die Zeit um...

    Insgesamt gesehen fand ich die Prüfung sehr angenehm. Herr Wolff hat eine sehr beruhigende Ausstrahlung. Er legt allerdings, was ja kein Fehler ist, viel Wert auf Details.
    Es scheint sinnvoll zu sein, neben dem Spezialthema sich ein weiteres "Spezialthema" aus dem Bereich, aus dem nicht das eigentliche Thema stammt, zu erarbeiten, da Herr Wolff mich nur noch zu "Wahrnehmung als Konstruktion" befragte.
    Vornote: keine
    Note: 2


    Spezialthema: Piaget
    Zunächst konnte ich über Piagets Theorie ca. 10 Minuten frei erzählen.
    Anschließend stellte er folgende Fragen:

    Dann kam die Frage nach einem Favoriten aus der Wahrnehmungspsychologie.
    Ich entschied mich für den physiologischen Ansatz und erzählte ihm direkt über Aufbau und Funktion der rezeptiven Felder der Ganglienzellen.

    Das sind die Fragen, die ich momentan erinnern kann.
    Ich fand die Prüfung okay, aber auch anstrengend.
    Die Atmosphäre war sehr angenehm, aber er ging stellenweise sehr ins Detail.
    Vornote: keine
    Note: 2


    Spezialthema: Gibsons ökologische Optik
    Er fragte nach dem Spezialthema, was mir noch besonders gefallen hat: Funktionsgrundlage Wissen von Denken

    Ich habe erstmal angefangen zu erzählen.
    Der Reiz bei Gibson, entgegen der Geometrischen Optik, das reflektierte Umgebungslicht, das Strukturen der Oberfläche enthält.
    Wichtig ist der aktive Wahrnehmende, der durch freies Bewegen optische Fließmuster erzeugt und so Invarianten wahrnimmt.
    "Kann man den die Informationen des Reizes aufnehmen, genauso wie bei dem Retinabild?"
    Ja, mit dem Unterschied, dass die Informationen nicht mit eigenem Wissen angereichert werden (Konstruktivismus).
    "Was genau ist ein Fließmuster?"
    Viele optische Anordnungen, die durch viele verschiedene Beobachtungspunkte entstehen.
    "Was sind Invarianten?"
    Reize, die während des optischen Flusses invariant bleiben, z.B. durch die Texturdichte die Ecke im Raum. (aufmalen!).
    "Und wie würde das aussehen, wenn man vor einer Treppe steht?"
    Die Tiefencues würden anfangs alle gleich steigen, die Dichte nimmt zu, und an der Stelle der Stufe machen sie einen sprunghaften Anstieg mit gleich bleibendem Zuwachs der Dichte. (in einen Graphen zeichnen).
    "Was gibt es noch für Invarianten?"
    Z.B. Angebote, sie sind Invarianten der Invarianten. Genauer gesagt eine Kombination invarianter Eigenschaften des invarianten Objektes.
    "Beispiele?"
    Medium Luft macht das Angebot sie zu atmen und durch sie hindurch zu gehen ect. Oder feste Stoffe.., nicht so feste Stoffe.
    "Was gibt es außerdem für Invarianten?"
    Den Parameter TAU bei Eigen- und Fremdbewegungen. Eigenbewegung kennzeichnet sich durch Expansion des optischen Fließens und zentrifugale Ausbreitung. Globale Änderungen bei Eigen-, zentrale Änderungen bei Fremdbewegung.
    "Wer hat denn Tau untersucht und wie ist er definiert?"
    Sehwinkel / Änderung des Sehwinkels pro Zeit. Lee et al. haben das anhand des Ballversuches gezeigt (was im Skript dazu steht, reicht aus, Zeichnungen können!).
    "Wie sehen denn nun genau die antizipatorischen Bewegungen in Abhängigkeit zu TAU aus?"
    Sie sind deckungsgleich.
    "Gibt es empirische Kritik an der Theorie?"
    Z.B. der Amnesche Raum, diese optische Täuschung erklärt Gibson damit, dass man sich nicht frei bewegen kann, somit lückenhafte Infos hat, die man mit eigenem Wissen anreichern muss (= Normalfall Kontruktivismus). Dies ist in unserer ökologischen Welt ein Sonderfall.
    (Hätten wir noch Zeit gehabt, hätte ich noch Shebilske erzählen sollen - hierzu reicht auch aus, was im Skript steht).

    "Was hat sie sonst noch interessiert?"
    Die konzeptuellen Fehler bei der Grundeinheit Wissen.
    "Was sind denn konzeptuelle Fehler?"
    Palmer hat Studentenehepaare ihren Wohnungsgrundriss zeichnen lassen und sie haben den Balkon mit in den Raum hinein gezeichnet.
    "Warum passiert das?"
    Das passiert durch das deklarative Gedächtnis, in dem zum einem unser semantisches wie auch episodisches Wissen gespeichert ist. Das Konzept Raum wird abgerufen und der Balkon als Wohnfläche integriert. (aufzeichnen)
    "Ist Wissen denn sprachlich repräsentiert?"
    Laut Carmichael et al schon. Versuch mit 2 Wortlisten und mehrdeutigen Figuren dazu (Beispiel aufzeichnen) Wortliste beeinflusste, wie die Figuren erinnert wurden.
    "Gibt es Kritik dazu?"
    Ja, Bransford und Franks haben ihren Vpn Einer, Zweier, Dreier und Vierer Sätze präsentiert, die sie danach erinnern sollten. (in seiner Vorlesung sind dann alle (!) folgenden Sätze neu) Die Vpn denken sich zu erinnern, obwohl alle Sätze neu sind.
    "Was schließen die Autoren daraus?"
    Das Wissen auch nicht sprachlich, also anschaulich gespeichert ist.
    "Gibt es auch hierzu Kritik?"
    Ja, von Beggs und Pavio. Sie haben herausgefunden, dass abstrakte Sätze eher syntaktisch und konkrete Sätze eher semantisch behalten werden. (Beispiel)
    "Was bedeutet das für Bransford und Franks?"
    Dass ihre Sätze eher konkreterer Art waren und diese nicht anschaulich, sondern semantisch behalten werden.
    Note: 1


    Spezialthema: Evolution (aus „Denken“)
    Bei diesem Thema ist wichtig, daß man erklärt bzw. weiß, wie die frühen Säugetiere die beiden neuen Sinne „Hören“ und „Riechen“ integrierten, und wie sich die Wahrnehmung der Umwelt daraufhin änderte (Zeit wird wie Raum wahrgenommen).
    Weitere Fragen:
    „Was war nach Jerison der entscheidende Schritt zur Menschwerdung?“
    „Wozu entwickelte sich nach Jerison die Sprache?“

    Aus dem allgemeinen Teil: Physiologie
    Wir haben vorn angefangen, bei der Retina.
    „Wie ist sie aufgebaut?“
    Habe über Zapfen und Stäbchen erzählt.
    „Wie sind die Ganglienzellen und die Sinneszellen verschaltet?“
    Es gibt 800.000 Ganglienzellen und 126 Mio Sinneszellen (Zapfen + Stäbchen). Diese sind zu mehreren auf eine Ganglienzelle verschaltet und bilden die rezeptiven Felder.
    "Sind die überall gleich verschaltet?"
    Nein, in der Fovea sind die Zapfen kleiner, und da ist auch nur ein Zapfen mit einer Ganglienzelle verschaltet, um schärfer zu sehen.
    „Wie sehen die rezeptiven Felder aus?“
    Rund, mit ON- oder OFF-Zentrum. Habe die Funktionen des Zentrums und der Peripherie erklärt.
    "Worin unterscheiden sich die rezeptiven Felder mit ON bzw. OFF-Zentrum?"
    ON-Zentrum-Zellen sind sensibel für Hellichkeit, OFF-Zentrum-Zellen für Dunkelheit.
    „Wie reagiert so ein rezeptives Feld, wenn es komplett beleuchtet wird?“
    Das wußte ich nicht.
    „Wie können rezeptive Felder Kanten wahrnehmen?“
    Habe eine Kante und die rezeptiven Felder aufgemalt und es erklärt. Dazu kam noch irgendeine Frage, die ich nicht richtig beantworten konnte.
    „Gibt es unterschiedliche rezeptive Felder? Was unterscheidet sie?“
    Es gibt große für niedere Raumfrequenzen und allmähliche Übergänge, kleine für hohe Raumfrequenzen und scharfe Kanten.
    „Wie geht es dann weiter?“
    Chiasma opticum, wo sich nasale Teile des Sehnervs kreuzen. Das wollte er auch genauer wissen, habe ich erklären können.
    „Und wie geht es dann weiter?“
    CGL. 6 Schichten: Schicht 1+2 magnozellulär, 3-6 parvozellulär.
    „Die magno- und parvozellulären Bahnen, wie unterscheiden die sich?“
    Magnozellulär: Große rezeptive Felder, Bewegungswahrnehmung. Pavozellulär: kleine rezeptive Felder, Farb- und Tiefenwahrnehmung
    „Was unterscheidet die rezeptiven Felder im CGL von denen in der Retina?“
    Wußte ich nicht so richtig. Sie sind nicht rund...?
    „Was macht das CGL noch, was wird auf dem Weg zum primären visuellen Cortex noch verschaltet?“
    ???
    „... in Bezug auf das foveale Sehen?“
    Dort gibt es vergrößerte Felder für foveale rezeptive Felder.
    „Was für Zellen gibt es im primären visuellen Cortex?“
    Einfache, komplexe, hyperkomplexe. Rand-, Schlitz-, Liniendetektoren
    „So ein Randdetektor, wie nimmt der einen Rand wahr?“
    Er malte mir einen Rand aus Plus- und Minuszeichen auf. Ich wußte nicht, worauf er hinauswollte. Als ich nach einigem Stocken gesagt hatte, daß auf der einen Seite Licht ist und auf der anderen Seite nicht, schien das zu passen...
    „Und wenn der Rand nicht gerade, sondern schräg ist?“
    Dann feuert der eine Detektor weniger, dafür der dafür zuständige „schräge“ mehr.
    "Und der gerade, feuert der gar nicht?"
    Doch, ein bißchen.
    "Es gibt ja zwei Theorien, die besagen, wie die einzelnen Zellen verschaltet sind. Die eine ist ja von Hubel & Wiesel. Was besagt die?"
    ???
    "Und die andere?"
    Das hatte ich einmal gelesen und wußte es nicht...
    „Erkläre das dorsale und das ventrale System.“
    Habe Goodale & Milners Version erklärt und gesagt, daß ursprünglich das dorsale ursprünglich nur als WO-System aufgefaßt wurde, nun aber für die Handlungssteuerung
    „Und wie unterscheidet sich das Modell von Hungerleider & Mishkin von dem von Goodale & Milner bezüglich des ventralen Systems ?“
    ???
    „Wie hat man diese beiden Systeme untersucht?“
    Die Patienten mit der Objektagnosie und der Ataxie.
    Vornote: keine
    Note: 3


    Spezialthema: Sprache und Denken
    Spezialthema:

    Thema aus Wahrnehmung:

    Die Prüfung war super lustig und locker. Eigentlich habe ich ständig gelacht. Ich habe mich während der ganzen Prüfung wohl gefühlt.
    Ich kann nur sagen, dass ich mein Spezialthema und auch das 2. Thema immer wieder nehmen würde. Da kann man sich gut drauf vorbereiten.
    Bei Herrn Wolff kommt es gut an, wenn man sicher wirkt und nicht so steif alles runter rattert.
    Vornote: keine
    Note: 1


    Aus anderen Prüfungen:

     


    Spezialthema: Ökologische Optik nach Gibson
    Ich hatte keinen Vortrag vorbereitet, wollte direkt gefragt werden.
    Wie kann Gibson denn behaupten, dass das Retinale Abbild nicht die Reizgrundlage ist? Wie definiert er denn den Reiz?
    (Reflektion und Strukturierung des Lichtes: Optische Anordnung)
    Wie kann man sich die optische Anordnung denn vorstellen?
    (Konvergenz des von einer homogenen Fläche reflektierten Lichtes in einem Beobachtungsort mit einem bestimmten Raumwinkel, Gesamtheit der Raumwinkel im Beobachtungsort)
    Und was passiert, wenn man sich bewegt?
    (Optisches Fließmuster)
    Warum ist das wichtig?
    (Weil das die Entnahme von Invarianten ermöglicht, und damit die Umweltwahrnehmung)
    Was gibt es den für Invarianten?
    (Texturgradienten, Horizontverhältnis [Aufmalen], nicht-visuelle Invarianten, Angebote)
    Was sind denn Angebote - auf welche Weise sind die invariant?
    (Äh... ?)
    Turvey & Carello haben das mal mit der Gefährlichkeit einer Klippe demonstriert...
    (Ach so! Invariant im optischen Fluss ist der Sprunghafte Wechsel der Texturdichte an der Klippe. Für grosse und kleine Tiere ist der unterschiedlich stark. Gefährlichkeit wird durch einen Texturdichtenunterschied einer bestimmten Größe spezifiziert - und der ist wieder invariant.)
    Ist Gibsons Theorie nicht vielmehr ein Forschungsprogramm?
    (Ja - Invarianten sind nicht alle bekannt etc.)
    Parameter Tau - was haben Lee und Kollegen da im Humanversuch gemacht?
    (Ballversuch: Versuchsaufbau erklärt, Diagramme aufgemalt und erklärt. Diagramme sollte man gut verstanden haben!)
    Aber warum sollte das bedeuten, dass die Bewegung durch Tau gesteuert wird? Ist das nicht in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit genauso?
    (Nein, weil die Unterschiede nicht mit der Zeit kleiner werden. Die Daten passen zu Tau.)
    Wie kann man das noch darstellen?
    (Kniewinkel - in Abhängigkeit von Tau verschwinden die Unterschiede.)

    Er meinte dann, dass er gerne noch weitermachen würde, weil Gibsons Theorie eins seiner Lieblingsthemen wäre, aber wir müssten zum allgemeinen Teil kommen. Was mich denn aus Denken interessiert hätte?
    Evolution.
    Wie kam das denn, dass eine zentrale Repräsentation nötig wurde?
    (Homiothermie, Nachtaktivität, Akustische Reize nicht permanent verfügbar.)
    Und wozu führt das?
    (Zentrale Repräsentation der Welt ? Flexibilität nimmt zu; Reiz nicht mehr nur Reaktionsauslöser, sondern Aktualisierung der Repräsentation; Aktive Erzeugung von Reizen)
    Welche Theorien gibt es zum Einfluss der Sprache?
    (Worf: Sprache beeinflusst Denken. Mit Indianersprachen erforscht, wurde aber stark kritisiert...)
    Bleiben wir gleich dabei. Was wurde denn kritisiert an Worf?
    (Sprache als Untersuchungsmittel, schlechte Übersetzungen...)
    Und empirische Kritik?
    (Heider: Gedächtnis für fokale Farben interkulturell gleich gut.)
    Gibt es auch Befunde, die für Worf sprechen?
    (Davidhoff: Farbgedächtnis kategorieabhängig. Blau/Grün/Nor/Wol)
    Wie haben die das denn gemacht?
    (Äh...)
    Wie hättest du das denn gemacht?
    (Ein bisschen laut überlegt, dann: Haben die nicht erst Farben dargeboten, und dann später die Farben wiedererkennen lassen, mit Farben aus der jeweils anderen Farbklasse? Genau so wars.)

    ...und zu den restlichen Sprachhypothesen kamen wir dann garnicht mehr.

    Vornote: keine
    Note: 1

    Ich habe oft nicht auf Anhieb verstanden, worauf er hinauswollte - keine Panik, einfach nachfragen, er spezifiziert das dann, und dreht einem auch keinen Strick draus.
    Das Spezialthema muss man sehr gut können, das kommt intensiv dran - was im Skript steht, reicht, aber das muss auch sitzen. Im allgemeinen Teil geht er teilweise auch sehr ins Detail - vor allem, wenns um ne Eins geht.

    ACHTUNG: bei VIELEN meiner Co-Prüflinge hat er NICHT danach gefragt, was aus dem allgemeinen Teil besonders interessiert hat, und auch bei mit hat er ja anschliessend noch was anderes geprüft! Verlasst euch nicht darauf, lernt beim allgemeinen Teil nicht auf Lücke!
    Er bewertet ziemlich streng. Er hat auch keinerlei Hemmungen, 3en und 4en zu verteilen - vor allem, wenn man auf Lücke gelernt hat und damit auffliegt.
    Insgesamt war die Prüfungssituation aber sehr, sehr nett.
    Ansonsten: ich hatte bei ihm Empra, und hatte da etwas Sorgen, aber er hat zu unserem Empraversuch nichts gefragt.


    Spezialthema: ökologische Optik von Gibson
    Unterschied ökologische/geometrische Optik
    Invarianzen, Größenkonstanz, Horizontverhältnis, auch das unter der Horizontlinie
    Optische Anordnungen, Raumwinkel, wollte er ganz genau wissen
    Visuelle Kinästhesie
    Affordances--> die "Ziege & Kuh" , Vektoren (die Folie aus der Vorlesung en detail), konnten wir nicht mehr zu Ende bringen, da die Zeit für Spezialthema zu Ende war.

    Dann kam der unschöne Teil: Ich hatte mich auf Jerison vorbereitet, Evolution des Denkens, hab ihm gesagt, dass mich das als zweites noch sehr interessiert hat.
    Das wollte er nicht hören, hat gemeint, das hätte er am Morgen schon gehört....

    Er hat dann einige andere Sachen gefragt, von denen ich null wußte.. dann wurde es richtig unangenehm, er meinte, das sei ja wohl nicht mein Ernst, mich nur auf zwei Sachen vorbereitet zu haben...
    Ich wurde aufgefordert, meinen Kommilitonen auszurichten, dass so eine Vorbereitung nicht ausreicht.
    Dann machte er mit Jerison weiter, aber nur kurz, die Fragen weiß ich schon gar nicht mehr.
    Er hat dann vor Ablauf der Zeit Schluß gemacht, war ziemlich verärgert!

    Note 4
    Sein Kommentar: Ich könne mich bedanken, dass er mich nach langem Überlegen nicht habe durchfallen lassen.
    Ich denke, das ist mal ein "gutes Beispiel", wie es nicht laufen sollte.

     

    Vordiplom Differentielle Psychologie: Herr Kuhl

    Spezialthema: Reaktanz
    Eingestiegen bin ich mit einer selbst ausgedachten Definition von Reaktanz anhand der PSI-Theorie.
    Dann habe ich eigentlich jede Studie mit einem Satz abgehandelt (Die haben das untersucht, und das ist herausgekommen). Da ich so genug Zeit hatte, habe ich auch zu jeder Studie mit einem Satz erzählt, warum das Ergebnis gut zu meiner Reaktanz-PSI-Erklärung paßt. So hat er mich nie unterbrochen, und ich konnte alle 5 Studien vortragen (was wahrscheinlich immernoch weniger als 10min gedauert hat). Die Studien eigneten sich aber auch gut dafür, weil kein theoretischer Hintergrund zu erklären war. Außerdem habe ich "unwichtige" und nicht signifikante Folgestudien einfach weggelassen. Er sagte mir dann, daß er es toll fand, daß ich mir mir diese Erklärungen ausgedacht hätte.

    Allgemeiner Teil:
    "Wie wurde gezeigt, daß die psychoanalytische Sichtweise nicht so gut für eine Therapie geeignet ist und warum ist das so?"
    Freud/Psychoanalyse sind sprachnah und funktionieren deswegen nicht. Dawson & Schell usw.
    "Womit ist die RH noch verbunden?" Mit dem autonomen Nervensystem.
    "Welche Befunde zeigten, wo sich im Gehirn die Affekte befinden?" Davidson.
    "Wie stellt sich das genau dar?" Reduzierung der Alpha-Wellen.
    "Welche Befunde zeigen die Funktion vom interpersonellen Selbst (Neisser)?"
    Wußte ich nicht. Da hat er viel geholfen, und ich habe was von dyadischer Interaktion, Blickkontakt usw. erzählt. Er sagte dann schließlich selbst, was er hören wollte: Der Versuch, bei dem Babys zeitversetzt Filme mit Gesichtern der Mutter gezeigt wurden. Ich konnte ihm dann wenigstens noch ins Wort fallen: "Ach ja, der Versuch von Frau Keller!"
    "Befund dafür, wie Aktivierung und Erregung sich auf die Wahrnehmung auswirken?" Broadbent & Gregory, T- und OES.
    "Und bei unscharfen Ziffern?" Da bahnt Aktivierung die IVS. Da mußte ich stocken, weil ich's nicht so richtig wußte. Habe noch etwas über impressionistisches Verhalten erzählt. Er wollte einen bestimmten Versuch hören.
    Mir fiel dann (laut) ein, daß doch der Versuch mit der Wechselwirkung Extra/Introversion und morgens/abends (aber ohne Kaffee) mit unscharfen Ziffern gemacht wurde, aber das war wohl nicht richtig.
    "Warum kann man denn unscharfe Ziffern erkennen?" ???
    "Wie machen die IVS und das EG das denn?" Aah! Neuronale Netzwerke!
    "Und wie wird Aktivierung induziert?" ... man setzt die Vp auf einen Hometrainer.

    "Wie sehen Freud vs. Jung die Religion?" Freud: pathologisch, konnte ich ganz genau erzählen.
    Jung: Habe ihm von Archetypen erzählt, dem Selbst als inneren Gott, und er fing dann auch an zu reden. So redeten wir gleichzeitig über Allmächtigkeit, Gott als Vaterfigur, dem Selbst nach Jung usw.
    "Kann man das denn nun auch PSI-theoretisch interpretieren? Wie ist das mit dem Selbst? Welche Funktionen hat es?"
    Habe irgendwas über Ganzheitlichkeit und Parallelität gesagt. Das ging dann noch ein bißchen so weiter.
    "Wie ist das denn mit Kreativität?" Man ist flexibel, läßt neues zu...

    "Welche Befunde passen denn zu Freuds Buch "Psychopathologie im Alltag?"
    Freudscher Versprecher und happy sex vs. sappy hex. Er fragte nach der anderen Variable, die ist mir aber nicht eingefallen.
    Er gab mir ein Stichwort: "sham dock", das konnte ich vervollständigen. Aber die wichtige Wechselwirkung, auf die er mich dann hinwies, war mir nicht bekannt.

    "Wie kann denn eine Persönlichkeitsstörung zustandekommen?" Fixierung auf eine Verarbeitungsebene? Bedürfnisfrustration?
    "Ja, aber wenn alle Systeme gleich stark sind, ist man dann perfekt oder gibt es noch etwas, was wichtig ist?"
    Interaktion zwischen den Systemebenen ist noch wichtig.
    Aber warum? Wenn ich doch richtig toll immer im Selbst bin, ist das doch gut...?
    Nein, manchmal muß man auch Verhaltensroutinen automatisch abspulen können. Wenn ich mir die Schuhe zubinde, und das toll selbstkongruent mache, hab ich nichts davon.
    Er wollte aber noch wissen, warum IG und EG kommunizieren müssen.
    Also habe ich gesagt, daß ich ja, wenn ich nur fühle, die rationale Seite vernachlässige, die aber auch mal nötig ist. Und nur rational denken ist auch nicht gut.

    "Wie wird denn das Machtmotiv im OMT validiert?" Die Frage hatte ich nicht verstanden und habe Korrelate des Machtmotivs aufgezählt. Er meinte, das sei ja der TAT. Dann habe ich die Ebenen des OMT erklärt.
    "Und wie wurde das Machtmotiv validiert?"
    Das wußte ich überhaupt nicht. Er hat's mir verraten und meinte, das hätte er in der Vorlesung gesagt, ob ich da gerade "abwesend" gewesen sei. Ich habe ihm erzählt, daß ich schon vor drei Semestern bei seiner Vorlesung gewesen bin. Er fand es wohl okay, daß ich es in diesem Fall vergessen hatte.

    Ich habe mich gefühlt, als wäre ich die ganze Zeit nur "geschwommen". Er scheint es auch okay zu finden, wenn man mal auf etwas nicht sofort kommt. Und es war eine warme, ehrliche, unterstützende Atmosphäre.
    Ach, und die Liste mit den Studien ist wichtig. Ohne muß man gar nicht erst hingehen. Hat er sich auch genau angeguckt.
    Vornote: 2+2
    Note: 1


    Mein Spezialthema war intrinsische Motivation mit dem Schwerpunkt Kulturvergleich.
    Ich konnte die ersten beiden Studien meines Spezialthemas ohne viel Zeitdruck erzählen und wurde dazu nur kurz gefragt. Die Fragen waren sehr gut zu beantworten. (Kuhl fragte nicht nach den statistischen Auswertungsverfahren oder ähnlichem)Dann sollte ich mir noch eine von meinen verbleibenden 3 Studien aussuchen, die ich noch vorstellen wollte. Das habe ich dann auch gemacht und dann folgte der allgemeine Teil.

    Da hatte ich eine kleine Lücke, weil ich nur noch dunkel einen Befund von individuellen Unterschieden in der Beteiligung des Selbst bei der Angstbewältigung ("Neurotizismus" vs. "Stabilität") in Erinnerung hatte, den ich nicht richtig verstanden hatte und dementsprechend auch nicht gut vortragen konnte. Aber dann fiel mir Linville ein. Ich sollte das Regressionsmodell beschreiben und möglichst die UV und AV nennen können und den Befund interpretieren.
    Warum sind Menschen mit einer hohen Selbstkomplexität anfälliger? (UV: Stress, Selbstkomplexität, Wechselwirkung Stress x Selbstkomplexität. AV: körperliche Symptome, Depression, Stresserleben)
    Die Menschen mit einer hohen Selbstkomplexität sind anfälliger, weil sie eben ein breiteres Spektrum haben…(?)
    Sie können ihre Selbstkomplexität aber unter Stress sozusagen als Puffer nutzen, um dadurch Krankheit und Depression zu bewältigen. (Selbstzugang durch negativen Affekt, komplexes Selbst kann Stress besser herabregulieren)
    Repression versus Sensitization: Korrelationsstudie von Byrne (Sensibilisierungswert mit Kennwert für seelische und körperliche Gesundheit)
    Studie von Kazen: (kannte ich nicht) Warum haben stabile Personen morgens einen erhöhten Cortisolspiegel? (Da konnte ich spontan leider nicht drauf antworten.)
    Selbstentwicklungstheorie Erikson mit Befunden: Da fiel mir dann leider kein Name zu ein und ich konnte das mehr oder weniger nur sinngemäß erzählen. Leider hatte ich nicht damit gerechnet, dass er mich gerade das fragt.
    Die vier verhaltensbahnenden Systeme? Nigrostriatales DA-System: BG, Grundlage von Reiz-Reaktionsverknüpfungen, mesolimbische DA-System, Anreizbildung, mesocorticale DA-System: a) prämotorisch, willkürliche Handlung b) präfrontal, selbstkongruentes Handeln
    Wieder zurück zum "Spezialthema": Was ist freier Wille? Kann der Wille jemals frei sein? Kuhl brachte dann noch ein Zitat von Luther: "Hier steh ich und kann nicht anders." Naja bis zu dem Zitat habe ich mir was zusammengesucht, was ich dazu sagen könnte. Das Zitat habe ich zunächst als "unfrei" interpretiert, bis mir einfiel, dass damit ja die Selbstkongruenz gemeint sein kann…. Das war dann auch gut.
    Noch mal ein Zitat aus der Bibel (?) Stichwort: "Weizenfeld und Unkraut": Dazu fiel mir dann nur ein, dass negativer Affekt ja gerade wichtig und notwendig ist, um überhaupt zu einem komplexeren Selbst zu gelangen (bspw. durch emotionale Dialektik). Entscheidend ist natürlich, dass man überhaupt die Fähigkeit entwickelt hat, Affekte selbst zu regulieren. Dabei wären wir dann wieder bei der Entwicklungspsychologie.

    Das waren so die Kernfragen der Prüfung. Insgesamt war die Prüfungsatmosphäre sehr angenehm und hat mir meine Nervosität ziemlich genommen. Leider hatte ich nicht erwartet, dass er im Grunde "nur" rund um mein Spezialthema fragen würde. Dementsprechend war ich bei einigen Fragen auch ziemlich verblüfft… (Das Feedback war super!)
    Vornote: 3+2
    Note: 2


    Spezialthema: Religion
    Erstmal zum Spezialthema: Da hat er ziemlich schnell unterbrochen und hat einen auch geführt. Also, einen Vortrag vorbereiten muss man nicht unbedingt.
    Ich habe für mich einfach die Zusammenhänge zwischen den Studien durch überleitende Sätze hergestellt und bin damit ganz gut gefahren.
    Er fragt immer recht schnell nach dem Befund und es ist gut, wenn man sich mit dem Thema auch über die Studien hinaus ein bisschen beschäftigt hat, in dem Sinne, dass man drüber nachgedacht hat und es für einen logisch ist und man selber auch eine Meinung dazu hat.
    So hab ich das zumindest empfunden. Falls jemand nochmal dieses Spezialthema hat.
    Mich hat er gefragt:

    Dann hat er gefragt:
    Wo ist das Selbst/EG?
    Vorne rechts
    Woher weiss man, dass die rechte Hemisphäre stärker mit Gefühlen verbunden ist?
    Dawson und Schell
    Was sind die vier verhaltensbahnenden Systeme?
    Wechen Befund kennen sie, der vemuten läßt, dass das EG weit vernetzt ist und parallel arbeitet?
    Beeman
    Wie lautet Eysencks Theorie zur Extraversion/introversion?
    Was sagen Jung und Freud zum Thema Religion? Was ist Religion für sie?
    Und zum Schluß hat er noch nach dem Gleichnis vom Weizenfeld, in dem Unkraut war, gefragt und wie man das mit psychologischen Phänomenen vergleichen könnte.
    Da hab ich gesagt: Verdrängung und Rebound Effekt: Wenn ich das Unkraut jetzt rausreisse kommt es später stärker wieder!
    Selbstintegration: Das Unkraut sind die negativen Erfahrungen und die braucht das Selbst genauso, um zu wachsen wie die positiven Erfahrungen, deshalb das Unkraut stehenlassen.
    Note: 2


    Spezialthema : Intrinsische Motivation
    Zunächst befragte er mich zu den Befunden und bei manchen auf eigenen Schlussfolgerungen meiner 5 Studien.
    Wollte ich etwas in die Tiefe gehen, unterbrach er mich mit dem Hinweis, dass aufgrund der wenigen Zeit nur die Befunde wichtig seien.

    Anschließend folgte der allgemeine Teil:
    Fragen zu:

    Herr Kuhl stellte noch einige "kleine" Zwischen- und Verständnisfragen, die ich leider vor Stress (in der Prüfung) oder Freude (nach der Prüfung) nicht mehr erinnern kann.
    Mein Fazit lautet:
    Sehr angenehme, "offene" Prüfungssituation. Wenn man etwas nicht genau wusste, war das nicht sehr problematisch - ihm ging es um die Hintergründe.
    Vornote: 2+1
    Note: 1



    Prüfer: Kuhl
    Beisitzer: Kazèn

    Ich betrete den Raum, begrüße die beiden kurz mit einem netten "Hallo", hänge meine Jacke über den freien Stuhl und lege Herrn Kuhl meine Literaturlisten zu den Spezial- und Vertiefungsstudien hin…
    Soweit, so gut.

    1. Teil: Spezialgebiet- Lageorientierung und Depression
    Hier bin ich sehr befundorientiert vorgegangen. Erst habe ich den Titel der Studie in Kurzform und die Autoren genannt.
    "Meine erste Studie- von Ihnen und Frau Helle- untersucht die degenerierte Intentionshypothese. Es konnte bestätigt werden, dass Depressive weniger realistische Ziele ausführen, wenn sie zuvor mit einem unrealistischen Ziel konfrontiert wurden. Des Weiteren fand man heraus, dass AKUT Depressive nach der Induktion eines unrealistischen Ziels Gedächtnisdefizite haben."
    An dieser Stelle wurde ich unterbrochen und sollte sagen, was den jetzt das Schlimme bei den akut Depressiven sei.
    Hier wollte er hören, dass akut Depressive eben gar keinen Zugang zu ihren Zielen haben, die normal Depressiven hingegen nur manchmal ihre Ziele nicht ausführen, was ja nicht ganz so dramatisch ist.
    So ging es dann mit den anderen Studien weiter. Ich habe kurz die Befunde genannt, worauf er dann gezielt Fragen gestellt hat. Einmal sollte ich nur den Unterschied zwischen zwei Studien sagen, da sie sich sehr ähnlich waren.
    Insgesamt ist es also wichtig, die Befunde kurz und prägnant nennen zu können, den Rest (z.B. UV, AV, Vorgehensweise, Interpretation,…) sollte man ungefähr wissen, falls er mal danach fragt.

    2. Teil: Allgemeine Fragen Hier ging es dann sofort ins Ganze.

    K: "Ein Haus, das ist doch ein schönes Bild. Was für eine Bedeutung hat es bei Freud, welche bei Jung?"
    Freud: Gebärmutter, Schutz?
    K: "Naja, Schutz, Freud hat dabei wohl eher an SEX gedacht...schmunzel."
    ich hab dann etwas verlegen zugestimmt;)…
    Jung: hier wollte er, dass ich die Verbindung zum Selbst schlage…

    K: "Worin unterscheiden sich denn Jung und Freud?"
    Freud: Dogmatismus, nennt zwar Unbewusstes, hält es jedoch für primitiv, betont das Bewusste/ICH
    Jung: Unbewusstes mit Archetypen ist primär, ist offen für Religion, Mythik; Denk- vs Fühl und Empfinden vs. Intuieren, unterscheidet also zwischen ICH (Denken) und SELBST (Fühlen)

    K: "Was meint Kellys Begriff der Extension?"
    Nach Kelly interpretiert der Mensch die Welt mit seinen persönlichen Konstrukten, Extension meint, dass man sein Konstruktsystem erweitert, es auf neue Situationen, etc. anwendet

    K: "Besteht hier ein Zusammenhang zum Extensionsgedächtnis?"
    Ja, denn man erweitert ja den Anwendungsbereich des Konstruktes, dazu ist es wichtig abstrakt zu denken und Zusammenhänge zu erkennen

    K: "Gibt es ein Experiment, was zeigt, dass das EG für Zusammenhänge zuständig ist?"
    Summationspriming von Beeman (3 Primetyen), RH hat Konfigurationsüberlegenheitseffekt

    K: "Gibt es auch einen Befund, der die Rolle von Affekten beim Bilden von Zusammenhängen zeigt?"
    LO in schlechter Stimmung haben schlechtere Leistung, wenn sie entscheiden sollen, ob die drei dargebotenen Worte zusammenhängen oder nicht (z.B. Wiese, grün, Ziege- Ja; Tisch, Pferd, Auto: Nein)

    K: "1 Weg bleibt einer, aus 1 wird 2 aus 2 werden 3 und aus 1 wird 1000…Was könnte das bedeuten?"
    Das fand ich sehr komisch, hab dann mal auf neuronale Netzwerkmodelle getippt, da das Wissen dort an Knotenpunkten repräsentiert ist und wenn man einen aktiviert, dann werden gleicht mehrere Assoziationen hervorgerufen
    Er wollte dann noch hören, dass das IG in der LH so etwas nicht leisten kann, es kann nicht mehr als ein Ding gleichzeitig berücksichtigen, das kann aber das EG in der RH

    K: "Was fällt Ihnen denn zur Selbstbestimmung ein?"


    K: "Experiment zur Selbstkontrolle und Selbstregulation…"
    Hier habe ich nur gesagt, dass Selbstkontrollierte besser fremdbestimmte Ziele umsetzen können, Selbstregulierte besser selbst gewählte
    Er wollte dann irgendetwas zur Selbstbelohnung und Selbstbestrafung wissen
    Verbindung: Selbstkontrolle- besseres Umsetzen bei Bestrafung, Selbstregulation- besseres Umsetzen bei Belohnung

    K: "Warum? Ist es nicht auch für Selbstkontrollierte gut, wenn sie auf ihr EG zurückgreifen können?"
    Da hab ich herumgeraten, er hat mich dann darauf gestoßen, dass sie doch immer viel Denken, okay, sie sind dann im IG, das heißt, ihre Ziele können gar nicht im EG sein, der Zugriff bringt ihnen also nichts

    K: "Wie können die Ziele denn dahin kommen?"
    Ich hab dann emotionale Dialektik und Kommunikation zwischen den verschiedenen Instanzen erwähnt, er wollte auf etwas anderes hinaus, was ich ihm leider nicht sagen konnte, eine Freundin meinte Zielimagination, wovon ich persönlich aber noch nichts gehört habe

    Damit reichte es dann auch. Kuhl wollte dann noch meine Vornote wissen, die ich leider nur ganz grob sagen konnte, was ihn doch sehr überrascht hat
    Danach wurde ich hereingebeten und er hat mir fröhlich meine sehr gute Leistung mitgeteilt.
    Betont hat er, dass ich mich wissenschaftlich ausgedrückt habe und Zusammenhänge gut erkannt hätte.
    Darauf scheint er also viel Wert zu legen

    Insgesamt war die Atmosphäre sehr freundlich, Herr Kazèn hat mir ab und zu zugelächelt und Herr Kuhl saß mit übereinander geschlagenen Beinen da und hat manchmal hoch zur Decke geguckt, als wenn er sich die Fragen aus der Luft greift.
    Also, habt bloß keine Angst, bewahrt eure Fassung, ihr seid nicht schlecht, nur weil ihr mal nicht direkt auf das kommt, was er hören will. Das ist überhaupt nicht schlimm.
    Er scheint sehr viel Wert auf die Vornoten zu legen!


    Gesammelte Fragen aus mehreren Prüfungen:

    Vordiplom Differentielle Psychologie: Herr Kazén

    Spezialthema: Religion
    Mein Spezialthema lief gut. Man sollte sich drauf vorbereiten, wirklich nur die Ergebnisse vorzutragen, für mehr ist wirklich keine Zeit. Wenn er theoretische Hintergründe hören will, fragt er danach.
    Man sollte seine Spezialthemastudien wirklich gut kennen - mehr als einmal fragte er, was denn hier die AV sei, oder mit welchem Instrument eine bestimmte Variable erhoben wurde.
    Fragen stellte er nach jeder Studie, manchmal auch mittendrin - man sollte sich also nicht darauf einstellen, einen durchgängigen Vortrag zu halten.
    Nach meiner letzten Studie erzählte ich noch, wie man die Ergebnisse meiner Meinung nach PSI-Theoretisch erklären könnte, was gut ankam.

    Übergangsfragen:
    Was wirkt sich wohl eher positiv auf die Gesundheit aus, intrinsische oder extrinsische Religiosität?
    (Intrinsische laut Befundlage - weil sie eher das Selbst aktiviert als extrinsische? Schien richtig zu sein.)

    Meinen sie, dass man religiös sein muss, um von religiösen Übungen wie Beten zu profitieren?
    (Nein - Beten aktiviert das Selbst, davon profitiert jeder)

    Soweit, so gut, und dann gings bergab.

    Vertiefungsthema:
    Er pickte sich eine Studie aus dem Vertiefungsseminar (Brunstein-Studie zu Zielbildung und HO/LO) und fragte direkt danach. Hier wollte er wissen, wie Ziele gemessen wurden, und ich musste raten - leider falsch (Richtig: TAT). Also auch die Vertiefungsstudien etwas besser lernen als nur das Abstract.

    Allgemeiner Teil:
    Worum ging es in der "Broccoli-Studie"?
    (Kannte ich nicht. Studie von Kuhl&Fuhrmann: Maintaining a healthy diet)

    Was heisst idiographisch, was nomothetisch?
    (Wusste ich ebenfalls nicht.)

    Wie misst man kognitive Konstrukte?
    (Kelly-Gitter: Triaden bilden und Unterschiede beschreiben.)

    Warum gerade so?
    (Nicht kapiert, worauf er hinauswollte: Weil man ein Konstrukt nur vollständig erfassen kann, wenn man das Gegenteil kennt.)

    Welche Befunde kennen Sie zu Freud?
    (Motley: Slips of the Tongue)

    Welche zu Eriksons Stufe 1+3?
    (Lütkenhaus, Grossmann & Grossmann: Sichere Bindung -> Kontaktaufnahme)

    Wie erklärt man Regression neurobiologisch?
    (Hippocampus, Cortisolrezeptoren)

    Was macht der Hippocampus noch?
    (Episodisches Gedächtnis, räumliche Orietierung, Stressregulation, Lernen im Allgemeinen.)

    Und was noch?
    (Diverse Sachen aufgezählt, die er alle nicht hören wollte. Letztendlich wollte er "Kognitive Landkarten" hören - "Überblick verschaffende Funktion" hat ihm nicht gereicht, obwohl ich dasselbe meinte.)
    Spielt der HC eine Rolle beim impliziten Lernen?
    (Habe geraten, und er hats gemerkt: Nein, es wird vermutet, dass das von einem anderem System vermittelt wird, man weiss aber nicht, von welchem.)

    Vornote: 3 +1
    Note: 2

    Prüfungssituation angenehm, nur einige Fragen haben mich aus der Bahn geworfen. Wenn man etwas falsch beantwortet, sagt er einem, was richtig gewesen wäre, und gibt auch Tips, falls man nicht sofort drauf kommt (was bei mir leider nicht geholfen hat).
    Nicht sehr gelungen fand ich, dass ich meine Leistung bei der Notenbesprechung erstmal selbst einschätzen sollte (Was soll man da sagen? Pech mit den Fragen gehabt?), und dass er mir dann ungefähr ne Minute lang erzählte, wie gerne sie mir doch ne 1 gegeben hätten, und wie knapp das doch war (danke, jetzt bin ich so richtig zufrieden mit meiner Note).
    Naja, wenn ich mir das Prüfungsprotokoll so ansehe, fällt es mir schwer, zu glauben, dass das wirklich so knapp war. Fazit: Es ist wirklich nicht tragisch, nicht alles zu wissen, wenn man nur bestehen will.


    Spezialthema Stress, Kognition, Hippocampus, Neurogenese
    Studien sollte ich zügig erzählen, UV, AV, Ablauf, Ergebnisse.
    Er hat mit darauf hingewiesen, ich könne nicht so ausführlich werden, die Zeit sei zu knapp.

    Allgemeiner Teil: Ich habe das 1. Seminar mit dem Buch von Friedman & Schustack gemacht.
    Was fällt Ihnen zu Maslow ein? Bedürfnispyramide erkären. Konnte ich peinlicherweise nicht, hab ich mir nicht angeguckt.
    Da war er "begeistert", also nicht so der tolle Einstieg nach dem Spezialthema
    Dann Verbindung von Stufe 1 & 3 bei Erikson--> wie entwickeln sich Kinder, wenn Urvertrauen oder Misstrauen stärker entwickelt ist.?
    exploratives Verhalten, Intitative, Bindungsarten
    Dann Eysenck und was er bei Extra-/Introversion zugrundelegt.
    Und was hat Gray zugrundegelegt
    Wo ist Neurotizismus anzusiedeln--> Bezug Aktiviertheit/Gehemmtheit
    Befund Koole & Jostmann--> HOP`s/LOP`s
    Was wissen sie zur intuitiven Affektregulation?
    Kann mann die Befunde nicht auch als Befund zur Verdrängung interpretieren?
    Gemeint war: automatische Verdrändung ? von A- zu A+ ohne Beteiligung des Selbst & intuitive Affektregulation ? Selbstzugang bei HOPs
    Bedingungen des Exp. Simon-Effekt, "smileys", die 3. hat er nicht wissen wollen
    Dann erste und zweite Modulationsannahme
    Dann: Wie wendet man die PSI-Theorie auf das STAR-Modell an, wo liegt was?
    Hab ich nicht auf die Reihe gekriegt, was er dann auch explizit bemerkte..
    Dann noch Freud, beide Angsttheorien erklären und zeitliche Abfolge: das fand er total wichtig: es lagen 6 Wochen dazwischen.

    Vornote wollte ich nicht einbringen, hatte 3 + 4
    Das hab ich ihm dann nach mehrfachem Nachfragen der Noten gesagt.
    Note 2

    Gut ist, wenn man die Klausuren mitgeschrieben hat. Dass ich die Noten nicht einbringen wollte fand er wohl etwas befremdlich, hat, wie gesagt mehrfach nach den Noten gefragt.
    Und dann bei der Bepsrechung auch wissen wollen, warum ich so schlechte Ergebnisse in den Klausuren hatte.
    Das Spezialthema hat er mit 1 benotet, im allgemeinen Teil war das größte Problem, dass ich das STAR-Modell nicht ansatzweise auf die Reihe gekriegt habe.
    Also Spezialthema gut vorbereiten, Vornote wird gern gesehen, aber bei mir hat`s ja auch ohne gut geklappt.

     

    Vordiplom Differentielle Psychologie: Frau Baumann

    Prüferin: Fr. Baumann, Beisitzer Hr. Kazen, der aber mehr als Koprüfer agierte
    Spezialthema: Terror Management Theorie
    Konnte mein Spezialthema komplett vortragen, zwischendurch wurde ein bischen vertiefend nachgefragt, da konnte ich gut punkten, weil ich mir mein Thema wirklich gut reingezogen hatte und auch zwischendurch selbstständig einen Befund psi-theoretisch interpretiert habe.
    Anschließend folgte noch eine kurze aber rege philosophische Diskussion zwischen Baumann, Kazen und mir bezüglich Religion und TMT, wodurch sich mein allgemeiner Teil ein klein wenig verkürzte.

    Allgemeiner Teil:
    Fragen zu den Linville Befunden: was hat Linville vorausgesagt u. was war das Ergebnis. Anschließend sollte ich die Befunde psi-theoretisch erklären.

    Fragen zu den Oettinger Befunden bezüglich Absichten umsetzen: den größten Erfolg erzielt man, wenn man wenn man zwischen einer schönen Vorstellung und einer Absicht zur Verwirklichung pendelt. Anschließend psi-theoretisch erklären - Pendelmodell

    In welcher Beziehung steht das STAR-Modell zur PSI-Theorie: Da hab ich sehr viel improvisiert, schien den Kern der Sache wohl getroffen zu haben, kann ich aber leider nicht mehr replizieren

    Paranoide Persönlichkeitsstörung erklären, welche Affektchronifizierung liegt vor und natürlich auch psi-theoretisch deuten

    Dawson and Schell Befunde: Versuchsablauf erklären, was wurde gezeigt - stärkere Verbindung der RH mit dem vegetativen Nervensystem - Grund warum zu analytische (LH) Therapie nicht funktioniert.

    Im Kern ist das glaub ich alles gewesen. Fr. Baumann und Hr. Kazen waren beide sehr nett und vermittelten eine wirklich angenehme Atmosphäre.

    Vornoten: 3 und 2
    Vordiplomsnote: 1

     

    Vordiplom Sozialpsychologie: Herr Bierbrauer

    Spezialthema: Befolgungstechniken im Hinblick auf Spendenverhalten
    1.) Geldspenden für wohltätige Zwecke (Museum)
    2.) Organspenden

    Die Studien wollte er vor allem im Hinblick auf die Ergebnisse erzählt bekommen.
    Es war etwas ungewöhnlich, dass er zuerst die 2., dann die 1. Studie wissen wollte, zumal die 1. Studie foot-in-the-door, door-in-the-face, low-ball & Kontrollgruppe hatte und in der 2. Studie dann nur die foot-in-the-door im Hinblick auf ihre Wirksamkeit untersucht wurde.
    Das in umgekehrter Reihenfolge vorzustellen war etwas schwierig, weil das Ergebnis der 1. Studie die foot-in-the-door-Technik am schlechtesten abschneiden ließ und ich eigentlich mit der 2. erkären wollte, warum (Zeit zwischen den Fragen als Faktor mit 2 Faktorstufen & Fragesteller als Faktor mit 2 Faktorstufen als wichtigste Komponenten für die Interpretation der Wirksamkeit).

    Na ja, hab ich dann eben gemacht...er hat mehrmals Zwischenfragen gestellt und war, wie gesagt eigentlich nur am Ergebnis interessiert.
    Ich muß dazu sagen, dass er das im Vorgespräch auch so gesagt hat. (Ergebnisse gut herausarbeiten)

    Im allgemeinen Teil zieht man Karteikarten -6 an der Zahl- wobei man 1 zurücklegen darf.

    Ich hatte:
    Erkläre "Groupthink" --> hab ich zurückgelegt.

    Dann Feldtheorie von Lewin: Formel, psychisches Spannungssystem, Bedeutungszuschreibung, Valenzen (das hab ich nicht auf die Reihe gekriegt, ich konnte ihm nicht GENAU sagen, was nun die Valenzen sind..)

    Dann, was war die Bennington-Studie? Liberales College, Einstellungsänderungen, weil konservativ erzogene Studentinnen während des Besuches liberale Einstellungen bezogen.
    Was war in der Replikation nach 20 Jahren (oder 25, weiß nich mehr genau).. blieb so

    Nächste Frage war: Warum sind Einstellungen ein hypothetisches Kontrukt?
    Ich habe dann die Eigenschaften aufgezählt, wie Objektbezogenheit, Bewertung des Objektes (affektive Komponente), Verhaltenswirksamkeit....wollte er aber gar nicht wissen, hat er dann auch deutlich gesagt.
    Ich hab dann versucht ein hypthetisches Konstrukt zu erklären versucht, war aber nicht die Definition , die er hören wollte, na toll..

    Dann "Stereotype Threat", das wusste ich gar nich.
    Er hat mir geholfen und die Studie, die er meinte beschrieben und ich hab versucht, das Ergebnis auf die Reihe zu kriegen.
    Die Prüfung liegt nun leider schon etwas zurück und mehr weiß ich nun nicht zu berichten.

    Note 3
    War meiner Meinung nach völlig korrekt beurteilt.
    Die Fragen sind fair, man zieht sie ja, er strickt da auch nix anderes draus, ich würde immer wieder zu ihm in die Prüfung gehen. Dass es nur ne 3 war hat an mir gelegen.

     

    Diplom Psychosomatik: Herr Wölk

    Welche Modelle fallen Ihnen ein?
    (Allgemeine Krankheitsmodell (?), Freud, Groddeck, Alexander, Lerntheorien, Alexithymie, Stress )

    Nennen Sie funktionale Erkrankungen. Was ist das?
    Abgrenzung zu Organschädigung.

    Asthma - funktional oder nicht?
    (siehe Bräutigam Buch - es gibt keine eindeutige Antwort, nur für und gegen von beide Richtungen, aber steht fest, dass Asthma allergische Grundursache hat)

    Angina Pectoris. Was ist das und wie kommt zustande?
    Vergleich zur Herzinfarkt.

    Welche Psychosomatischen Erkrankungen sind durch SNS bedingt?
    (Wölk wollte auf Spannungskopfschmerzen hinaus)

    Was hat Groddeck gesagt?
    Was fällt ihnen zu Stress ein ?
    Wie führt Stress zu körperlichen Symptomen?
    Freud: Unterschied zwischen Angstneurose und Konversion?
    Welche Krankheiten können am Kopf auftreten?
    Welche körperlichen Symptome sind rein funktional?
    Ist Asthma eine rein funktionale oder organische Störung?
    Fixierungen bei Freud



    Prüfung Spezialthema Essstörungen:

    Anmerkung: Alles eher aus der Sicht der Psychoanalyse!

    Allg. Teil:



    Prüfung Spezialthema Essstörungen:

    Allg. Teil:



    Prüfung: Spezialthema Asthma: Keine besonderen Fragen.
    Allg. Teil: